„Braunschweig ist natürlich klarer Favorit“, sagt Huskies-Sportdirektor Patrick Esume, der immer noch an die heftige 33:61-Niederlage in der European Football League (EFL) gegen die Kiel Baltic Hurricanes zurückdenken muss: „Die Pleite war so unnötig. Wir waren auf Augenhöhe mit Kiel. Die Turnover haben letztlich das Spiel entschieden. Drei Ballverluste, bei denen wir eigentlich kurz davor waren zu punkten und stattdessen der Gegner die Punkte geschenkt bekommt, das kann man dann nicht mehr kompensieren“.
Die Lions, die am vergangenen Wochenende in der europäischen „Big6“-Serie bei den Vienna Vikings mit 21:14 gewonnen hatten, kommen diesmal ohne den Quarterback der letzten Jahre, Casey Therriault an die Elbe. Für ihn soll Grant Enders den Angriff der Braunschweiger lenken. Auch Tight End Evan Landi ist nicht mit von der Partie. Die Lions dadurch geschwächt? „Nicht wirklich“, so Esume. „Therriault und Landi waren im vergangenen Jahr zwar Säulen in der Offense der Lions, aber sie sind im Angriff immer noch erste Sahne bestückt. Zudem ist mit Jan Hilgenfeld auf der Wide Receiver Position noch ein weiterer Nationalspieler dazu gekommen. Auch wenn man jetzt nur 1000 PS haben sollte, gegen einen 500-PS-Wagen sollte es auch dann noch reichen“.
Eine ausgewogene Mischung zwischen Lauf- und Passspiel – das soll die Erfolgsformel für die Hamburg Huskies sein. Esume: „Wir müssen variabel sein, dann sind wir nicht so leicht auszurechen. Zudem müssen wir von Anfang bis Ende voll konzentriert sein und unsere Fehler minimieren, nur dann haben wir eine echte Chance, den Meister zu ärgern.“ Neben den Langzeitverletzten Philipp Schulz (Schulter-OP) und Marvin Stüdemann (Zeigefingerbruch) fällt auch US-Import Rob Smith (Fußgelenk-Quetschung) aus.
