Heiß von außen, heiß von innen

Ganz gleich wie das Wetter wird. Heiß hergehen wird es auf dem Platz auf jeden Fall. In der Neuauflage des vorjährigen Endspiels um die Deutsche Meisterschaft im American Football treffen die Braunschweig Lions am Samstag um 19 Uhr auf die Hamburg Blue Devils (Einlass 17 Uhr, Stadion an der Hamburger Straße).

Der amtierende Meister hat einiges in der Hinterhand. Ob er das nun braucht oder nicht. Es ist immer gut, zu wissen, dass man mehr hat als dringend nötig ist. So spielen die Lions gegen die Devils als erste Mannschaft auf dem neuen Platz mit neuem Rasen und nagelneuer Rasenheizung.

 

Und die Lions müssen nicht unbedingt gewinnen, um vor den Devils erneut die Meisterschaft in der Gruppe Nord der GFL zu erringen, die Gäste schon. „Wir freuen uns auf das neue Grün und würden es natürlich gern mit einem Sieg gleich entsprechend einweihen“, meint Lions-Manager Andreas Konrad.

Schon das Hinspiel hatte seine Mannschaft in dieser Saison für sich entschieden.

 

Bei den Lions feiert Volker Schönball nach seiner Knieverletzung im ersten Spiel gegen Innsbruck am Samstag sein Comeback, und auch Winston Huggins, der in Marburg noch fehlte, ist wieder mit an Bord. Fragezeichen stehen allerdings noch hinter den Einsätzen von Ausnahme-Runningback Bruce Molock (Bauchmuskelzerrung), Michael Ameyaw (Muskelfaserriss) und Patrick Thegeder (Knieprobleme).

 

Wieder dabei sein sollten aber Olaf Fischer, Christoph Königsmann und Marko Hildebrandt, die bei der ersten Saison-Niederlage in Marburg ebenfalls im Kader der Braunschweiger noch fehlten.

 

Am Samstag kommt es auch zu einem Bruder-Duell, denn die Dittmann-Brüder treffen aufeinander. Rene Dittmann spielt in der Defensive Line der Lions, sein älterer Bruder Lars in der Offensive Line der Hamburger. Beide werden sich also direkt auf dem Spielfeld begegnen.

 

„Das wird bestimmt ganz witzig. Aber ich habe vor der Leistung meines Bruders allergrößten Respekt”, sagt Rene Dittmann. Beide kommen aus Hannover. Und Rene Dittmann spielte im Vorjahr noch für die Hanseaten.

 

Und noch einer ist heiß auf das Spiel: „Wir haben in Marburg nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Das dürfen wir uns vor eigenem Publikum nicht erlauben. Von daher wollen wir mit einem tollen Spiel und hoffentlich auch einem Sieg gegen die Blue Devils die Niederlage in Marburg vergessen machen. Das wird nicht einfach, denn man konnte ja schon beim Hinspiel deutlich sehen, dass die Hamburger wieder einmal eine Klasse-Mannschaft zusammengestellt haben”, zeigt Kent Anderson, der Headcoach der Lions, Respekt, aber keine Angst vor dem nächsten Gegner.