Die „Men in Purple“ hatten im ersten Quarter noch einige Abstimmungsprobleme, bis sie immer besser ins Spiel fanden. Auf der Gegenseite kamen die Unicorns nur durch zwei Big-plays zu zwei Touchdowns in Halbzeit eins, büßten ihre zwischenzeitige 14:0-Führung aber bis zum Pausenpfiff fast komplett ein, da sie einige Male Universe auch durch Strafen im Spiel hielt: Samsung Frankfurt Universe justierte unterdessen geschickt nach, die Lines hielten plötzlich besser, die O-Line verschaffte ihrem Quarterback Marcus McDade mehr Zeit und der US-Amerikaner fand immer öfter seine Receiver.
„Wir konnten leider weniger laufen als erhofft, da die Haller Linebacker sehr gut gespielt haben“, gab Runningbacks-Coach Ramin Chaban nach dem Spiel zu bedenken, freute sich aber über die Leistungssteigerung seiner Akteure im Verlauf der Frankfurter GFL-Premiere. „Auf den Leistungen unserer Runningbacks können wir sehr gut aufbauen.“
Nach einem geblockten Field Goal von René Möll passte McDade sehenswert auf seinen Receiver George Robinson, der die ersten GFL-Punkte für Universe erzielte und auf 6:14 verkürzte. Den siebten Punkt erzielte Möll mit seinem ersten PAT der Saison.
Das Momentum hatten nur die „Men in Purple“, die im zweiten Quarter noch ein zweites Mal die Endzone der Gastgeber erreichten: Nach einer Interception durch Tyler Stoddard passte McDade Richtung Nathaniel Robitaille, der den Ball fing und Universe bis auf einen Punkt an die nun merklich nervöseren Unicorns heranbrachte. Mölls Zusatzpunkt wurde geblockt und Frankfurt ging mit einem knappen Rückstand in die Pause.
Knapp fünf Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als es auf der Haupttribüne von Schwäbisch-Hall schlagartig ruhig wurde und auf der Gegentribüne rund 200 Universe-Anhänger den dritten Score ihres Teams ausgelassen feierten. Marcus McDade hatte ein zweites Mal George Robinson in der Endzone bediente und brachte die Gäste in Führung. Das 19:14 wollten die Coaches um Markus Grahn durch eine Conversion auf 21:14 erhöhen lassen, um einen Touchdown und Zusatzpunkt Vorsprung zu haben, und auch der erneute Pass in die Enzone gelang. McDade fand dieses Mal Receiver René Möll.
Durch einen Lauf verkürzte Schwäbisch-Hall unter der Führung des deutschen Quarterbacks Marco Ehrenfried Anfang des vierten Quarters auf 20:21, vergab aber ebenfalls den Extrapunkt. Universe hatte die Unicorns nun am Rand einer Niederlage, spielte mutig auf, verlor nach einem schlechten Snap aber den Ball an die Gastgeber. Nun zahlte sich die Erfahrung des Süd-Serienmeisters aus: Ein Touchdown brachte Schwäbisch-Hall die erneute Führung ein, doch misslang die Conversion, die einen Sieben-Punkte-Vorsprung bedeutet hätte.
Mit 20 Sekunden auf der Uhr brachte Marcus McDade Frankfurt an der 40-Yard-Linie noch einmal in Position, der Spielzug wurde aber von den Referees bestraft. Sechs Sekunden vor Spielende warf McDade schließlich den Hail-Mary-Pass, der jedoch keinen Abnehmer fand.
„Die Defense hat heute ein tolles Spiel gemacht“, lobte Universe-Head Coach Markus Grahn. „Der Gegner benötigte zwei Big-plays, um überhaupt die ersten 14 Punkte zu machen. In der Offense fehlt allerdings noch das nötige Timing, um Teams wie Schwäbisch-Hall am Ende auch zu schlagen. Und wir sind nicht hier, um nur gut zu spielen…“
Das nächste Spiel bestreitet Samsung Frankfurt Universe am Samstag, 7. Mai, in der European Football League. In der EFL sind die „Men in Purple“ an diesem Tag zu Gast beim französischen Vertreter Thonon les Bains. Kick-off gegen die Black Panthers am Genfer See ist um 18 Uhr.
Erstmals im Frankfurter Volksbank Stadion ist Universe am Samstag, 28. Mai, zu erleben. Ab 19 Uhr geben die Badalona Dracs, das spanische Team in der EFL, ihre Visitenkarte am Bornheimer Hang ab. Zuvor feiern die „Men in Purple“ mit ihren Fans wie immer rund um das Stadion ihre beliebte Power Party.


