Hurricanes besiegen Hamburg mit 49:0

Mit 49:0 (0:0/21:0/14:0/14:0) gewannen die Kiel Baltic Hurricanes das Hinspiel bei den Hamburg Blue Devils und fügten damit ihrer Bilanz den neunten Sieg hinzu. Somit bleiben die Hurricanes an der Tabellenspitze, während die Devils weiter das Liga-Schlusslicht bilden. Die Hamburger traten zu diesem Nord-Derby vor 1.976 Zuschauern in pinken Trikots an, um mit ihrem Spiel den Auftakt der Initiative HAMBURG WIRD PINK zu sein, die das Bewusstsein für das Thema Brustkrebs erhöhen soll.

Glück brachte ihnen die Signalfarbe an diesem Tag zwar nicht, doch vor allem im ersten Viertel des Spiels zeigte sich, dass solche Derbys oftmals ihre eigenen Gesetze haben. Denn im ersten Spielabschnitt taten sich die Kieler schwer gegen hochmotiviert aufspielende Hamburger. So beendeten die Devils die ersten beiden Angriffe der Hurricanes mit Interceptions, mussten ihren ersten Drive jedoch mit einem Punt abschließen. Im nächsten Ballbesitz startete das Team um Quarterback Paul Roberts, der nach einer Fußverletzung wieder spielte, nach dem abgefangenen Pass an der Kieler 18-Yard Linie. Doch näher sollten sie nicht an die Kieler Endzone herankommen. Ein Quarterback Sack von Aaron Boadu warf sie zurück bis auf die 33-Yard Line. Von dort versuchte Kicker Timo Erbs ein Fieldgoal, der Schuss ging jedoch vorbei. Auch die Canes stellten sich kurz darauf für ein Fieldgoal auf, doch auch Sven Linn schoss in dieser Situation vorbei.

 

Kiels Linebacker Mike Tauiliili läutete schließlich mit seiner Interception den ersten erfolgreichen Angriff der Hurricanes ein und Trevar Deed lief bald danach zum ersten Touchdown. Sven Linn kickte den Extrapunkt zum 7:0 aus Sicht der Gäste. Die Devils, die an diesem Tag auch wieder auf Running Back Tory Cooper zurückgreifen konnten, der nach einem Innenbandriss zu Beginn der Saison ausgefallen war, arbeiteten sich erneut in die Kieler Hälfte vor und erneut beendete Aaron Boadu, dieses Mal zusammen mit Timm Kamminski, ihren Angriff mit einem Quarterback Sack. Ein weiterer Fieldgoalversuch gelang ebenfalls nicht. Stattdessen punkteten die Gäste noch zwei Mal in diesem Viertel. Philipp Dohrendorf fing den ersten Touchdownpass von Jeff Welsh, nachdem dieser die Canes zuvor mit einem langen Pass auf Aaron Love in die Hamburger Hälfte gebracht hatte. Als nächstes trug sich sein Bruder Julian Dohrendorf in die Scorerliste ein und zur Pause stand es damit 21:0 für die Kieler.

 

In der zweiten Hälfte bereitete Rinning Back Julian Ampaw die nächsten Punkte vor, indem er bis an die 7-Yard Line der Hamburger lief. Philipp Jareschewski überbrückte die restlichen Yards zum Touchdown nach einem kurzen Pass von Jeff Welsh. Linn kickte zum 28:0. Die Blue Devils mussten ihren darauf folgenden Angriff mit einem Punt beenden, den Trevar Deed aufnahm und über ca. 65 Yards bis in die Endzone zurücktrug. Chris Rieck setzte dem nächsten Drive der Devils im vierten Versuch mit einem Quarterback Sack ein Ende und Philipp Jareschewski fing kurz darauf seinen zweiten Touchdownpass. Neben Julian Ampaw kam vor allem in der zweiten Hälfte auch Rookie Collins Salau vermehrt zum Einsatz und zeigte einige gute Läufe. Unter anderem mit einem 22-Yard Lauf brachte er sein Team bis in die Hamburger Redzone und Receiver Benni Mau dankte es ihm kurz darauf seinem zweiten Touchdown für die Canes in dieser Saison.

 

Bereits am kommenden Sonntag, den 12. August kommt es in Kiel zum Rückspiel gegen die Blue Devils. Gleichzeitig mit diesem Hinspiel empfing das dritte Nord-Team, die Lübeck Cougars, die Düsseldorf Panther zum Rückspiel auf dem Buniamshof. Nach dem knappen 29:29 Unentschieden am letzten Wochenende schlugen die Panther nun zurück und gewannen mit 51:27 in Lübeck.