Hurricanes gewinnen Herzschlagfinale

Mit 30:24 (0:3/17:7/7:7/6:7) gewannen die Kiel Baltic Hurricanes ihr zweites Saisonspiel am Pfingstsonntag gegen die Berlin Adler im Kilia-Stadion in Kiel. Nachdem zunächst die Adler in Führung gingen, konnten die Canes das Spiel im zweiten Viertel drehen. Im Schlussabschnitt wurde es noch einmal spannend, als die Adler zwischenzeitlich ausgleichen konnten. Doch die Hurricanes behielten die Nerven und sicherten sich vor 1.458 Zuschauern den zweiten Saisonsieg.

Zur Heimpremiere im umgebauten Kilia-Stadion war auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig mit von der Partie und vollzog nach einem kurzen Grußwort den Münzwurf. Zuvor hieß auch Eberhard Stein, Vorsitzender des Ortsbeirats Schreventeich/Hasseldieksdamm, die Hurricanes in ihrer neuen Heimat willkommen. Zusätzliche Unterstützung erhielten die Canes an diesem Tag von den Starlets aus Norderstedt. Da die KBH Cheerleader auf einer langgeplanten Meisterschaft antraten, sorgte das Danceteam der Starlets für Stimmung an der Seitenlinie.

 

Nach der Hymne gesungen von Ute Schönherr, eröffneten die Hurricanes das Spiel mit dem Kickoff. „Es war aus der Trainersicht kein schönes Spiel, vieles klappte nicht gut“, so Head Coach Patrick Esume nach Abpfiff. Für die Zuschauer bot das Spiel allerdings einiges an Spannung. Die Adler Offense begann das Spiel und schloss ihren ersten Angriff mit einem Fieldgoal ab. Zu Beginn des zweiten Viertels legten die Berliner mit einem Pass von Kevin Ramay auf Conrad Meadows nach und bauten ihre Führung auf 10:0 aus. Doch nun kam der Kieler Angriff in Schwung. Quarterback Matt Johnson lief über 58 Yards selbst zum ersten Touchdown für die Hurricanes und Locklan Gilbert kickte den Extrapunkt zum 7:10. Nach einer Interception durch Defensive Back Nico Goehner, die der 21-Jährige bis an die Berliner Redzone zurücktrug, folgten bald darauf die nächsten Punkte durch Julian Ampaw. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit schoss Locklan Gilbert noch ein 30-Yard Fieldgoal zum 17:10 Halbzeitstand.

 

Zu Beginn des dritten Viertels punktete erneut der Gastgeber. Matt Johnson fand Receiver Marcial Williamson mit einem 52-Yard Pass zum Touchdown, während die Kieler Defense durch einen Quarterback Sack von Christopher Cauvet und ein Tackle für Raumverlust durch Jeff Harder die Adler zunächst weiter in Schach hielt. Dann schlug allerdings die Combo Ramay/Meadows wieder zu und Berlin schloss zum 24:17 auf.

 

Im Schlussviertel wurde das Spiel immer spannender und die Fans auf den neuerrichteten Tribünen im Kilia-Stadion entsprechend lauter in ihrer Unterstützung des Teams. Nach einem Fumble von Matt Johnson kamen die Adler wieder in Ballbesitz, mussten jedoch ihrerseits einen Quarterback Sack durch Jaques Huke hinnehmen. Den nächsten Angriff beendeten sie zwei Minuten vor Schluss dann allerdings mit einem Touchdownpass auf Daniel Vöhringer und glichen zum 24:24 aus. Doch die Hurricanes behielten die Nerven und Marcial Williamson fing schließlich den entscheidenden Touchdownpass zum 30:24. Die Hurricanes stellten sich daraufhin beim Extrapunktversuch für eine Two-Point Conversion auf, da Locklan Gilbert zwischenzeitlich mit einer Knieverletzung ausgefallen ist. Die Conversion gelang jedoch nicht. Nun war es an der Kieler Defense den letzten Angriff der Adler in den Schlusssekunden zu stoppen und die Männer um Linebacker Marty Patterson hielten stand, so dass die Hurricanes nach vier Berliner Versuchen ohne Raumgewinn als Sieger des Tages feststanden.

 

In zwei Wochen geht es für die Hurricanes nun weiter mit dem nächsten Heimspiel im Kilia-Stadion, wenn die Düsseldorf Panther zu Gast sind. Kickoff ist am Samstag, den 1. Juni um 17 Uhr.