Hurricanes verlieren Halbfinale trotz spätem Aufbäumen

Mit 29:34 (0:10/7:14/0:10/22:0) verlieren die Kiel Baltic Hurricanes das Halbfinale gegen die New Yorker Lions. Vor 7.311 Zuschauern in Braunschweig begannen die Lions stark und die Hurricanes fanden zu spät in die Partie um das Spiel noch zu drehen. Damit stehen die Kieler zum ersten Mal seit 2007, ihrer ersten Saison in der GFL nach dem Wiederaufstieg, in diesem Jahr nicht im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.

„Wir haben Quarterback Casey Therriault nicht unter Kontrolle bekommen und mussten von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen. Das ist gegen ein starkes Team wie Braunschweig dann eine schwere Aufgabe“, begründete Hurricanes Head Coach Patrick Esume die Niederlage.

 

Dabei begann der erste Angriff der Canes vielversprechend. Quentin Griffin lief gleich im ersten Spielzug zu einem neuen First Down. Doch mit einem Quarterback Sack warfen die Lions die Kieler wieder zehn Yards zurück. Der anschließende Pass auf Timo Gross hätte einen neuen ersten Versuch gebracht, doch der Receiver verlor beim Tackle den Ball und die Gastgeber eroberten den freien Ball in der Kieler Feldhälfte. Kurz darauf lief Lions Quarterback Casey Therriault über 31 Yards zum ersten Touchdown der Braunschweiger.

 

Während die Canes anschließend punten mussten, konnte ihre Defense zwar die Lions zunächst aus der Endzone halten, doch die Gastgeber punkteten mit einem Fieldgoal durch  Tobias Goebel zum 10:0. Im zweiten Spielabschnitt bauten die Lions ihre Führung durch Touchdowns von Therriault und Dominic Hanselmann auf 24:0 aus. Doch nun kam der Angriff der Hurricanes endlich besser in Tritt und Matt Johnson fand Timo Zorn mit einem 29-Yard Pass zum ersten Touchdown der Hurricans. Timo Gross kickte den Extrapunkt zum 7:24 aus Kieler Sicht zur Halbzeit.

 

Doch die Lions legten im dritten Viertel gleich nach. Mit einem Fieldgoal von Tobias Goebel und einem Touchdown von Pascal Maier. Zu Beginn des vierten Viertels konnten die Hurricanes dann endlich den Druck erhöhen. Mit drei Touchdowns durch Matt Johnson, Julian Dohrendorf und Marcial Williamson sowie zwei Two-Point Conversions durch Quentin Griffin verkürzten die Hurricanes auf 29:34 und auf Braunschweiger Seite schlichen sich zunehmend Unachtsamkeiten ein, doch das Aufbäumen kam zu spät. Insgesamt waren die Hurricanes an diesem Tag nicht in der Lage den Lions-Angriff und vor allem Quarterback Casey Therriault zu stoppen. Immer wieder entwand sich der Amerikaner dem sicher scheinenden Tackle und befreite sein Team mit Läufen oder Pässen aus vielen engen Situationen und verwandelte dritte in neue erste Versuche.

 

Mit diesem Sieg ziehen die Lions in den New Yorker German Bowl XXXV am kommenden Samstag ein. Im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion treffen sie auf die Dresden Monarchs.