Mit breiter Brust und zwei Siegen in Folge fahren die Hamburg Huskies am Sonnabend zum Nordderby an die Förde. Gegen die Kiel Baltic Hurricanes wollen die Schlittenhunde Wiedergutmachung betreiben für die heftige 33:61-Heimniederlage in der European Fooball League im April dieses Jahres.
„Wir haben uns damals selbst geschlagen“, lautet das Fazit von Sportdirektor Patrick Esume rückblickend, nachdem vor allem vier Interceptions des damaligen Quarterbacks Jordan Perry mit entscheidend für die Pleite waren. Mit Nachfolger Jerry Lovelocke auf der Spielmacherposition ging es zuletzt aufwärts. Lovelocke kam am vergangenen Sonnabend auf Pässe über 364 Yards, brachte 16 von 17 Versuchen an den Mann. Sorgen bereitet den Hamburgern allerdings weiterhin ihre Defense, die im Rückspiel gegen Düsseldorf vor einer Woche 40 Punkte schlucken musste. Esume: „Das Tackling war schlecht, wir haben Sacks verpasst, da müssen wir einfach besser werden“. Durchschnaufen konnten die Huskies in dieser Saison bislang nicht, seit Mitte April stand jedes Wochenende ein Spiel an. Anders als bei den Kielern, die am vergangenen Samstag nicht ran mussten. „Das ist natürlich ein Vorteil für die Canes, da sie mehr Zeit hatten, sich auf uns vorzubereiten“, so Esume. „Aber Pause hin, Pause her: Kiel ist in diesem Spiel der Favorit, für mich auch nach wie vor ein Germanbowl-Aspirant“.
Einer, der sich auf Hamburger Seite besonders auf sein erstes Nordderby freut, ist Neuzugang Kyle Harbrigde. Nach seinen beiden Touchdowns und insgesamt 215 Yards gegen die Panther, ohne nur einmal mit dem Team trainiert zu haben, bereitete sich der 25-Jährige in dieser Woche intensiv auf die Partie gegen die Hurricanes vor. „Ich habe von den Jungs gehört, das es eine besondere Rivalität zwischen Hamburg und Kiel gibt. Wir sind auf jeden Fall bereit!“