Huskies machen sich bei Marine-Spezialeinheit fit

Während sich viele über entspannte Ostertage mit viel Freizeit freuen konnten, stand für den GFL-Aufsteiger Hamburg Huskies jede Menge Arbeit am vergangene Wochenende an.

QB Reggie Langford

QB Reggie Langford

WR Kwame Ofori

WR Kwame Ofori

Beim Seebataillon der Marine in Eckernförde absolvierten die Schlittenhunde ein dreitägiges Trainingscamp zur Vorbereitung auf die kommende Saison, die am 2. Mai mit dem Heimspiel gegen Kiel beginnt.
Zwei Trainingseinheiten pro Tag, dazu jede Menge Theorieunterricht und Videoanalyse standen auf dem Kasernengelände der Spezialeinheit der Marine auf dem Programm. „Wir sind mit den Minentauchern und der Marineinfanterie ein sehr sportliches Bataillon, das auch Sportprogramme hier in der Region unterstützt“, so Fregattenkapitän Arne Björn Krüger, der Kommandeur des Seebataillons. „Es ist eine Ehre für uns, einen Bundesliga-Footballverein hier zu haben.“ Defensive Line-Coach Olaf Thies hatte die Tür zu dem Camp bei der Marine aufgestossen – im richtigen Leben ist er nämlich Stabsbootsmann beim Seebataillon...

Neben den klassischen Trainingseinheiten legte Headcoach André Schleemanviel Wert darauf, das Zusammengehörigkeitsgefühl des Teams zu stärken. Dazu ging es gleich zu Beginn des Camps beim Military-Drill darum, im Zweiergruppen 100 kg schwere Betonklötze zu ziehen, LKW-Reifen (40 kg) durch die Gegend zu wuchten und mit dicken Holzstämmen und Ketten den Parcours in schnellstmöglicher Zeit zu überwinden. „Es war mal etwas anderes.“, erzählt Running Back Marvin Stüdemann. „Es hat richtig Spaß gemacht, sich gegenseitig zu pushen und Bestzeiten zu erreichen.“

Nach dem Übungsparcours nahmen die Huskies dann im „Schießkino“ mit echten Waffen an einer Schießsimulation teil. Abends stand dann im Offizierskasino Entspannung bei Dart und Billard an. Sportdirektor Max Paatz war begeistert von den Möglichkeiten vor Ort: „Wir hatten hier einfach tolle Trainingsbedingungen. Uns stand das komplette Gelände des Seebataillons zur Verfügung für Meetings, für unseren Trainingsbetrieb, für Meetings.“ Nach drei Tagen fuhren die Huskies wieder nach Hause. In Hamburg wird nun in den nächsten Wochen an der Feinabstimmung gearbeitet, um dann gegen die Kiel Baltic Hurricanes gerüstet zu sein. Headcoach André Schleemann zog ein positives Fazit nach dem Trainingslager:“ Wir haben viele neue Sachen installieren können und die Mannschaft ist zusammengewachsen, darauf liegt je meistens das Hauptaugenmerk. Ich bin froh, dass wir in einer eher rudimentären Atmosphäre untergekommen sind. Für den ein oder anderen war es schon ein kleiner Kulturschock: Mit 14 Mann in der Nahkampfhalle pennen, 6.30 Uhr Frühsport – das war schon 'ne geile Sache.“