„In der Pocket fühle ich mich am wohlsten“

Frankfurt Universe war auf der Suche nach einem neuen Quarterback direkt mit Plan B erfolgreich und hat Marcus McDade verpflichtet. McDade kommt vom Sacramento State College, wurde am 17. Februar 1992 geboren, ist 1,91 Meter groß und 100 Kilogramm schwer.

 

Schon in der High School machte McDade auf sich aufmerksam: Bis 2010 kam er an der St. Mary‘s im kalifornischen Stockton auf 2435 Passing Yards, durchschnittlich 202,9 Yards Raumgewinn pro Spiel, 31 Touchdowns bei nur zwei Interceptions und ein QB-Rating von 128 in seinem Senior Jahr. Zusätzlich erlief der neue „Man in Purple“ 228 Yards selbst, sieht sich aber eher als einen Pocket Quarterback. „Ich kann gut laufen, die Receiver und Runningsbacks entlasten und selbst Plays machen, aber in der Pocket fühle ich mich am wohlsten…“ Kein Wunder, dass McDade die Spielweise der Green Bay Packers mag.

Am Ende seiner High School-Zeit wurde Marcus McDade als seiner der Top-Spielmacher in Kalifornien eingestuft, AMP Recruiting sah ihn aufgrund seiner Wurfkraft sogar unter den besten fünf Quarterbacks des Landes. Als Mitglied im All-Tri-City Athletic League Football Team und mit dem Titel des „Offensive Player of the Year” ging seine Zeit an der St. Mary‘s schließlich zu Ende.

Bevor McDade für Sacramento State spielte, war er zwei Jahre lang für das Fresno State College aktiv. Wenig Einsatzzeit erhielt er dort, weil er hinter einem aktiven NFL-Quarterback zurückstand: Derek Carr von den Oakland Raiders. Die logische Folge für McDade war ein Wechsel nach Sacramento.

Das Engagement bei Frankfurt Universe sieht Marcus McDade nun als eine „außergewöhnliche Chance”, sich weiterzuentwickeln. „Ich habe sowohl vom Team als auch von seinen Fans, der Stadt und Deutschland nur Gutes gehört. Sind wir mal ehrlich: Ich erhalte nicht nur die Chance, Football auf hohem Niveau zu spielen, sondern auch ein neues Land und Menschen kennenzulernen, die sich für das gleiche begeistern wie ich selbst… fantastisch!“
Grinsend fügt der neue Universe-Spielmacher hinzu: „Es ist das erste Mal, dass ich nach Europa komme und meine Mom ist schon sehr aufgeregt… Sie hat viele Fragen gestellt und ich denke, sie wird es sich nicht ausreden lassen, mich mal in Frankfurt zu besuchen.“

Über Frankfurt Universe habe er sich hauptsächlich online informiert, bevor die Gespräche mit den Coaches vertieft wurden. „Ich habe mich über das Team erkundigt, seine Geschichte, seine Fans und auch einiges an Spielzügen in Videos gesehen. Das alles hat es mir sehr leicht gemacht, mich Universe anzuschließen. Ich freue mich entsprechend schon sehr auf die Saison. Was mir mit dieser Saison geboten wird, ist unbezahlbar, eine tolle Sache.“

Voraussichtlich Mitte des Monats wird McDade in Frankfurt landen. Erstes Ziel sei es dann, seine neue Mannschaft schnell kennenzulernen. „Mit gegenseitigem Vertrauen und freundschaftlichem Umgang miteinander kommt auch der Wille, unbedingt füreinander einstehen zu wollen. Wir müssen dieses Vertrauen schnell aufbauen und mir ist bewusst, dass ich in große Fußstapfen trete, bin mir aber sicher, dass wir eine gute Saison spielen werden“, unterstreicht McDade.

Auch über die Gegner der „Men in Purple“ hat sich Marcus McDade bereits informiert. Einige „harte Brocken“ seien aus dem Weg zu räumen, wenn die ehrgeizigen Ziele des Teams erreicht werden sollten, „aber warum sollten wir es nicht schaffen? Universe wird von sehr guten Coaches trainiert, das Team hat viele Talente, erfahrene Leistungsträger und einige Top-Neuzugänge. Warum sollten wir nicht erfolgreich sein?“ Mit Sicherheit werde jedes Spiel ein Erlebnis, besonders die Heimspiele. „Dass die Fans unglaublich frenetisch sind, hört man sogar schon bei uns in den USA… Sie haben einen fantastischen Ruf!“

McDade selbst möchte die traditionellen Werte bei Universe einfließen lassen, die einen Quarterback ausmachen: „Führungsqualitäten, Kontinuität, Verlässlichkeit und Überblick. Meiner Meinung nach muss ein Quarterback auch nicht nur die Namen seiner Mannschaftskameraden kennen, sondern auch sie selbst. Er muss sie nicht als Chef anführen, sondern als einer von ihnen, weil er ihr Vertrauen besitzt und auch ihnen vertraut.“

Der Quarterback sei eine Art zusätzlicher Coach auf dem Feld. „Man muss nicht nur seine eigenen Aufgaben kennen, sondern auch die Aufgaben jedes einzelnen Mitspielers. Ein Quarterback muss härter arbeiten als jeder andere, flexibel sein und seine Stärke mit jedem teilen. Diese Philosophie hat mir bisher auch in meinem Leben abseits des Sports viel gebracht. Und im Sport kommt damit auch der Erfolg und der Spaß.“