Interconference-Gegner der Schwäbisch Hall Unicorns treten nicht in der GFL 2009 an

Eine Hiobsbotschaft erreichte die Schwäbisch Hall Unicorns am Dienstag per Internet: Die Hamburg Blue Devils ziehen ihr Team aus der GFL zurück. Damit fällt für die TSGler ihr für die Saison 2009 gesetzter Interconference-Gegner aus.

Bild von Achim Kugele

Mit der Überschrift "Aus für Hamburg Blue Devils" informierten die Hanseaten heute auf ihrer Internetseite darüber, dass sie ihre Mannschaft fünf Wochen vor dem geplanten Saisonstart für 2009 aus dem deutschen Football-Oberhaus zurückziehen werden. Getroffen wurde diese Entscheidung "auf Grundlage der aktuellen finanziellen Situation", schreiben die Blue Devils, die der GFL seit 1996 angehören und es seither zu vier deutschen Meisterschaften und drei Eurobowl-Siegen brachten.

 

Am Montag Abend informierte die Hamburger Vereinsführung ihre Spieler und Trainer über die Entscheidung. "Der Schock und die Enttäuschung über diese Nachricht sitzt bei allen tief", erklärte Dominik Seyler, Präsident der Hamburg Blue Devils. "Aber ein weiteres Aufschieben der Entscheidung war keine Option mehr, um allen Spielern und Coaches die Möglichkeit offen zu halten, sich kurzfristig umorientieren zu können."

 

"Für uns ist das mehr als enttäuschend", sagt Unicorns-Vorsitzender Jürgen Gehrke zum Hamburger Rückzug. Als Fünfter der GFL-Nord 2008 waren die Blue Devils der gesetzte Gegner für die Unicorns in den beiden Interconference-Spielen 2009. "Wir hatten die Blue Devils als eine Top-Gegner für einen attraktiven Saisonauftakt am 1. Mai fest eingeplant!"

 

Obwohl die Unicorns in sieben Interconference- und Play-Off-Spielen noch nie gegen die Hanseaten gewinnen konnten, waren die Spiele zwischen den beiden Vereinen immer etwas ganz besonderes. Gerne erinnern sich die Unicorns auch an ihr erstes GFL-Spiel, das sie 2001 vor über 6.000 Zuschauern gegen die Blue Devils im Millerntor-Stadion auf St. Pauli bestreiten durften.

 

Auch die Heimspiele der TSGler gegen die Hamburger im Haller Hagenbachstadion waren immer ganz besonders gut besucht und das Verhältnis zwischen den jeweiligen Fans war immer sehr freundschaftlich geprägt. "Der Rückzug der Blue Devils ist nicht nur für uns in Hall ein herber Schlag. Es ist ein Verlust für die gesamte GFL", sagt Jürgen Gehrke.

 

Wie verbandsseitig mit dem Hamburger Rückzug umgegangen wird, steht noch nicht fest. Fraglich ist, ob in der kurzen Zeit bis zum Saisonstart noch ein Nachrück-Verfahren aus der zweiten Bundesliga eingeleitet werden kann und soll. "Wir können jetzt nur abwarten und versuchen, uns auf alle denkbaren Möglichkeiten einzustellen", weiß Jürgen Gehrke. Definitive Entscheidungen, wie mit dem geplanten Spieltag 1. Mai zum Saisonauftakt umgegangen werden soll, können in Hall noch nicht getroffen werden. Zunächst muss man abwarten, welche Entscheidungen der American Football Verband Deutschland (AFVD) zu der Situation trifft.