Die Schwäbisch Hall Unicorns waren am vergangenen Wochenende als deutlicher Favorit gegen die geschwächten Stuttgart Scorpions angetreten. Zwar brachten sie einen weiteren Sieg mit nach hause, gaben beim 16:7-Erfolg aber alles andere als eine gute Vorstellung. Stuttgart hatte eine starke Defense aber das war trotzdem sicher keine Glanzleistung von uns, sagt auch Halls Head Coach Siegfried Gehrke, der sich für den kommenden Samstag eine deutliche Leistungssteigerung vorgenommen hat. Unserem Heimpublikum wollen wir uns auf jeden Fall stärker präsentieren, als den zu recht enttäuschten Fans, die uns nach Stuttgart begleitet haben. Die Longhorns werden allerdings sicher auch kein angenehmer Gegner sein, sagt Gehrke.
Die Gäste aus Weinheim werden in diesem Jahr leicht unterschätzt, denn viele haben die Longhorns bereits vor Ende der ersten Rundenhälfte abgeschrieben. In drei Spielen gelang den Nordbadenern bisher noch kein Sieg. Gegen Plattling (14:31), Stuttgart (8:48) und Essen (6:56) setze es klare Niederlagen.
Der Grund dafür dürfte in erster Linie in der dünnen Spielerdecke zu finden sein, mit der die Weinheimer in diesem Jahr zu kämpfen haben. Insgesamt elf Abgänge mussten sie im Winter verkraften. Gleich sieben Akteure zog es zu den Marburg Mercenaries und mit Jan Flachs kam auch ein Ex-Weinheimer Nationalspieler nach Schwäbisch Hall. Hinzu kommen einige Verletzungen und ein Spieler, der am Samstag noch eine Spielsperre wegen eines Platzverweises abzusitzen hat.
Unsere Defense wird es gegen Weinheim schwerer als gegen Stuttgart haben, ist sich Siegfried Gehrke sicher. Insbesondere Weinheims Quarterback Mitch Watkins traut er einiges zu: Er kann ein Spiel gestalten und ist immer für eine Überraschung gut. Hinzu kommt, dass die Longhorns zwei spielfreie Wochenenden hinter sich haben und entsprechend ausgeruht in die Partie am Samstag gehen können. Was sie leisten können haben sie zuletzt gegen Stuttgart gezeigt, als sie die erste Hälfte sehr ausgeglichen gestalten konnten.
Der Haller Angriff hat weiterhin mit Verletzungen in bei den Linienspielern zu kämpfen. Dennoch setzt man bei den TSGlern auf die Durchschlagskraft der eigenen Offense. Trotz des mageren 16:7 vom letzten Wochenende stellen die Unicorns mit durchschnittlich 33 Punkten pro Spiel derzeit den erfolgreichsten Angriff der Bundesliga.
Am Sonntag um 15:00 Uhr erwartet die zweite Mannschaft der Unicorns die Biberach Beavers zum Spitzenspiel in der Landesliga Baden Württemberg. Die beiden Kontrahenten führen die Tabelle derzeit als einzige bislang ungeschlagene Teams der Liga an. Beide haben ihren Gegner bisher nur 14 Gegenpunkte erlaubt und waren im Angriff mit 142 (Hall) beziehungsweise 133 (Biberach) Punkten ähnlich erfolgreich. Die Signale stehen also alle in Richtung eines spannenden Spiels.
