In Jaques Huke kribbelt es. Für den Linebacker der Hamburg Huskies ist das Spiel in der European Football League gegen seinen alten Verein, die Kiel Baltic Hurricanes, ein ganz besonderes. „Im ersten Punktspiel direkt gegen seinen alten Klub anzutreten - das lässt einen nicht kalt.“
Und genau so, wie er in sechs Jahren an der Förde zu Werke gegangen war, wird er auch am kommenden Sonnabend für die Huskies spielen: Hart, kompromisslos, aber immer fair. Das war auch der Grund, weshalb Huke für Huskies-Sportdirektor Patrick Esume ein echter Wunschspieler war: „Ich kenne Jaques ja aus alten Zeiten, er ist tadelloser Sportsmann, ein feiner Mensch und war das Puzzleteil, was uns in unserer Defense noch gefehlt hat“. Zudem bringt der 25-Jährige eine ganze Menge Erfahrung mit: Mit den Canes holte er 2010 den German Bowl, gewann 2014 und 2015 jeweils den EFL-Bowl, um den es im ersten Gruppenspiel der Huskies am Sonnabend geht. Huke: „Dieser Wettbewerb ist schon etwas ganz Besonderes. Man muss seinen Personalausweis zum 'Passcheck' mitbringen, vor dem Spiel wird die Nationalhymne gespielt. Das ist Europapokal, das hat schon etwas von 'Bowl-Feeling'“.
Mit all seiner Erfahrung weiß Huke auch, wie man die Kieler am Sonnabend schlagen kann: „Wir müssen diszipliniert spielen. Jeder von uns muss wissen, was er zu tun hat. Wenn das funktioniert, dann können wir als Sieger vom Platz gehen“. Zumal Kiel mit einer Auftakt-Niederlage gegen Amsterdam in die Hansestadt kommt und gewinnen muss, um den Titel in 2016 verteidigen zu können. Huke: „Gegen Amsterdam haben die Canes viele Fehler gemacht, aber eigentlich hatten sie nun auch Zeit, diese abzustellen. Mal sehen, ob ihnen das auch gelungen ist“.
Die Kraft für sein Spiel holt sich die Abwehrkante der Huskies (1,80 m, 104 Kilo) übrigens beim olympischen Gewichtheben, einer Disziplin, in der Huke 2011 sogar Hamburger Meister geworden war: „Meine Bestleistung lag bei 142 Kilo im Stoßen und 110 Kilo im Reißen“. Gemeinsam mit seinem Trainer Johann Martin arbeitet er so an der Vorbereitung für eine Partie, die für Huke nicht irgendein Spiel ist: „Ich habe mich in Kiel jederzeit wohl gefühlt. Aber ab jetzt gebe ich nur noch für die Huskies Gas!“

