Bereits mit unguten Vorzeichen begann die Partie im Düsseldorfer Benrath Stadion, denn kurzfristig mussten das Team der Lions auf Grund von Verletzungen, sowohl auf Lenny Greene und Reid Worthington verzichten. Dazu kam in der Offense eine akute Krankheit von Mike Friese, die es auch ihn kurz vor dem Spiel nicht ermöglichte die Reise nach Düsseldorf mit anzutreten.
Trotz all dieser Probleme konnte die Mannschaft von Head Coach Phil Hickey bis zum Ende des dritten Viertels mithalten und das Spiel offen gestalten. Erst im vierten und letzten Spielviertel gingen die Kräfte der Akteure aus Braunschweig langsam zu Neige und die Panther konnten schließlich das Spiel noch deutlich für sich entscheiden.
Die Begegnung zwischen den beiden Teams begann Lions Kicker T. Göbel mit dem Kick-Off. Den stark angeschnittenen Ball berührte ein Spieler der Panther und das dadurch freie Spielgerät sicherte Nick Jones für seine Farben an der Panther 19 Yard Linie. Leider konnte der Angriff der Löwen aus dieser hervorragenden Situation kein Kapital schlagen und zu allem Unglück ging auch noch der 36 Yard Fieldgoalversuch von T. Göbel rechts am Tor vorbei. Besser machte es der Angriff der Düsseldorfer um deren Quarterback Robert Demers.
Beginnend an der eigenen 20 Yard Linie marschierten die Panther Yard für Yard mit ihrem doppelköpfigen Laufangriff David McCants und Soichiro Tsukuda über das Feld.
Der nur 1,57 m kleine, aber wieselflinke Tsukuda brachte schließlich mit einem 10 Yard Lauf in die Endzone der Lions zum ersten Mal sein Team mit 7:0 (PAT S. Missbach) in Führung.
Der folgende Angriffsdrive für die New Yorker Lions gestaltete sich schon etwas erfolgreicher.
Mit Läufen über Jabari Johnson und einigen schönen Pässen von Lions QB M. Herrick, besonders auf seinen Receiver C. Bollmann, kam man bis knapp an die 10 Yard Linie der Panther nach vorne. Von dort sorgte ein 24 Yard Fieldgoal von T. Göbel zum 7:3 für die ersten Punkte der Lions auf dem Scoreboard.
Nach dem Kick-Off durch T. Göbel begannen die Panther tief in der eigenen Hälfte, kamen aber erneut mit u.a. Läufen, speziell über D. McCants schnell bis zur eigenen 40 Yard Linie nach vorne, bevor es ins zweite Spielviertel ging.
Nach dem ersten Seitenwechsel erwischte Panther QB R. Demers nahezu die gesamte Lions Abwehr auf dem falschen Fuß. Nach einem angetäuschten Laufspiel bediente er seinen Receiver Y. Baumgärtner über 50 Yards mit einem Pass, der erst kurz vorm Touchdown an der Lions 11 Yard Linie gestoppt werden konnte. Aufgehoben ist aber nicht aufgeschoben dachten sich die Panther und ein Spielzug später war es D. McCants, der die verbleibenden 11 Yards bis in die Endzone der Löwen zum 14:3 (PAT S. Missbach) überbrückte.
Die New Yorker Lions ließen sich dadurch aber nicht beeindrucken. Nach einem schönen Return von Nick Jones begannen sie an der Mittellinie mit dem nächsten Angriff. Mit Pässen von M. Herrick auf C. Bollmann und J. Schridde, sowie Läufen von S. Rosemann kam man schnell bis 10 Yards vor die Endzone der Panther. Von dort vollendete M. Herrick mit einem 11 Yard Screen Pass auf S. Rosemann zum 14:10 (PAT T. Göbel) Anschlusstouchdown.
Die Verteidigung der Löwenstädter war jetzt besser auf den Angriff der Panther eingestellt und erlaubte dem Angriff der Düsseldorfer nun keinen großen Raumgewinn mehr. Die Düsseldorf Panther mussten sich jeden Meter Boden hart erarbeiten und kamen nur mühsam und wenn meistens mit Laufspiel nach vorne. Fast den gesamten Rest des zweiten Spielviertels benötigten die schwarzen Raubkatzen um bis an die 5 Yard Linie der Braunschweiger Mannschaft voran zu kommen und abermals durch D. McCants zum zwischenzeitlichen 20:10 (PAT konnte durch das Special Team der Lions geblockt werden) zu punkten. Bei noch knapp einer Minute verbleibender Spielzeit bis zur Halbzeit betrat die Offense der Lions noch einmal das Feld. Vorbereitet durch einen Return von S.Rosemann bis an die 44 Yard Linie der Panther und einem ausgespielten vierten Versuch, sowie einer
Pass-Interference Strafe gegen die Panther, war es erneut T. Göbel vorbehalten für die nächsten Punkte mit einem 30 Yard Fieldgoal zum 20:13, der auch gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand war, zu sorgen.
Nach der Halbzeitpause bekamen die Löwen als erstes das Angriffsrecht, mussten sich aber erfolglos nach einigen Versuchen und einem QB-Sack gegen M. Herrick per Punt wieder vom Ball trennen. Die Düsseldorf Panther begannen an der eigenen 14 Yard Linie und taten sich erneut schwer gegen die zu dem Moment stark spielende Defense der Lions.
Zwar erzielte man immer wieder Raumgewinn und kam bis an die 45 Yard Linie der New Yorker Lions mit kombinierten Pass und Laufspiel nach vorne, aber beim dritten Versuch und knapp 5 Yard zu überbrücken, unterlief Panther QB R. Demers einer seiner seltenen Fehler an diesem Tage. Sein Passversuch landete direkt in den Armen von Löwen Linebacker M. Wiesmann, der denabgefangenen n Ball auch noch bis tief in die Spielfeldhälfte der Düsseldorfer zurücktrug. Diese Chancen ließen sich die Lions dieses Mal nicht nehmen und Jabari Johnson sorgte letztendlich mit einem 4 Yard Lauf in die Endzone der Panther zum, zu diesem Zeitpunkt verdienten, 20:20 (PAT T. Göbel) Ausgleich. Doch sollte dieser Ausgleich leider aus Sicht der Löwen nicht lange Bestand haben. Von der eigenen 32 Yard Linie beginnend, benötigten die Panther drei Laufspielzüge, um den alten Abstand wiederherzustellen. Zwei Mal S. Tsukuda und schlussendlich D. McCants über 20 Yards zum Touchdown und zur erneuten 27:20 (PAT S. Missbach) Führung, waren die Verantwortlichen.
Mit diesem, aus Lions Sicht, knappen Vorsprung der Düsseldorf Panther ging es ins letzte und entscheidende Spielviertel. Die Braunschweiger bemühten sich redlich, fanden aber keine Lücken in der aufmerksamen Verteidigung der Düsseldorfer, die nach einem weiteren Sack gegen M. Herrick, die Lions wieder zum Punt zwangen.
An der eigenen 20 Yard Linie betrat die Offense der Panther wieder das Feld und konnten dieses nach nur zwei Läufen ihres, an diesem Spieltag von den Lions kaum zu bremsenden D. McCants, wieder verlassen. Einmal 20 Yards und einmal 53 Yards zum 34:20 (PAT S. Missbach)Touchdown hieß das Resultat von zwei Laufversuchen des US-Amerikaners.
Im Angriff der New Yorker Lions lief danach nicht mehr viel zusammen. Zwar waren die Ansätze und Bemühungen da, aber entweder ein Pass von M. Herrick geriet zu lang oder zu kurz oder die Receiver der Löwen ließen reihenweise die Bälle fallen. So war ein erneuter Punt das einzige Resultat der Angriffsbemühungen. Aber auch bei den Panther kam der Angriff im nächsten Drive schnell zum stocken. Nach zwei Läufen ihres japanischen Runningbacks, der in ein neues First Down an Braunschweigs 30 Yard Linie resultierte, verlor Düsseldorfs RB N. Hornen nach einen Hit durch L. Williams den Ball, der von der Defense der Löwen gesichert werden konnte. Leider sprang für den Angriff der Lions erneut nichts zählbares aus der Turnover heraus und auch ein ausgespielter vierten Versuch brachte nicht die erhoffte Wende, sondern den Angriff der Panther zurück auf das Feld.
Von der Lions 40 Yard Linie startend, legte man dass Hauptaugenmerk im Angriff der Panther fast nur noch auf Laufangriff und die damit verbundene Kontrolle der Spieluhr.
Yard für Yard erzielte man Raumgewinn und verwandelte auch einen vierten Versuch drei Yards vor der Endzone der Lions in ein neues First Down. Schließlich war es Panther RB N. Hornen überlassen, die restlichen zwei Yards zum 41:20 (PAT S. Missbach) zu überbrücken.
Bei nur noch knapp zwei Minuten zu spielen, betrat der Angriff der Löwenstädter noch einmal, nach einen Return von Nick Jones bis zur Düsseldorfs 35 Yard Linie, das Feld. Nach einem Passversuch von M. Herrick auf W. Ngaoudjio und einer Pass-Interference Strafe gegen die Panther war man schnell an der 20 Yard Linie der Düsseldorfer angekommen.
Es folgte ein Pass von M. Herrick auf J. Schridde, eine Strafe gegen die Panther und es fehlten nur noch 10 Yards bis in die Endzone. Doch sollte erneut das Glück den Lions nicht hold sein. Im nächsten Versuch fand M. Herrick nicht rechtzeitig eine Anspielstation und wurde hart von Düsseldorfs Abwehr zu Boden gebracht, dabei verlor der Braunschweiger QB den Ball, der von den Panthern gesichert wurde. Der Angriff der Düsseldorf Panther um
R. Demers betrat zwar noch einmal das Feld, kniete aber ab und ließen sie Spieluhr auslaufen.
Mit der heutigen Niederlage in Düsseldorf haben die New Yorker Lions nun zwei Siege und vier Niederlagen auf ihr Konto und belegen aktuell den sechsten Platz in der Tabelle der GFL-Nord. Noch ist zwar der Abstand zu Platz vier und der damit verbundenen Play-Off Teilnahme nicht weit, aber in den nächsten drei bis zur Sommerpause verbleibenden Spielen (nächste Woche gegen die HSV Hamburg Blue Devils und dann zwei Mal gegen die Dresden Monarchs) müssen unbedingt Siege her, um den Abstand nicht allzu groß werden zu lassen.
Da kommen die vielen Verletzten und angeschlagenen Spieler im Kader der Braunschweiger genau zum ungünstigsten Zeitpunkt. Es bleibt zu hoffen, dass einige wichtige Akteure in der nächste Woche wieder ins Spielgeschehen eingreifen können.
