Damit kommt es in der Löwenstadt zur Neuauflage des German Bowls 2007.
Während die anderen Teams der höchsten deutschen Spielklasse erst am kommenden Maiwochenende ins Geschehen starten, stehen nun also die beiden Zweitplatzierten nach der regulären Saison des vergangenen Jahres im vorgezogenen Interconference-Duell im Mittelpunkt des bundesweiten Interesses.
Die Braunschweiger starten dabei als Titelverteidiger in die neue Spielzeit, und sind somit ganz sicher wieder einmal in der Rolle der Gejagten.
Die Stuttgarter hingegen unternehmen einen erneuten Versuch, zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den German Bowl zu gewinnen. Den bislang einzigen Versuch dabei unterbanden die Niedersachsen vor zwei Jahren im Endspiel von Stuttgart.
In diesem Jahr haben beide Teams bislang zwei Partien absolviert. Die Schwaben gewannen ihre beiden Testspiele gegen Zürich und Düsseldorf, während die Löwenstädter ebenfalls gegen die Düsseldorf Panther gewannen und am vergangenen Wochenende ihren ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2009 im Rahmen der Eurobowlbegegnung in Spanien feiern konnten.
Wo beide Teams aktuell in der noch frühen Phase der Saison stehen, wird man somit wohl erst am kommenden Sonntag einigermaßen wissen.
Wir haben bislang eine gute Saisonvorbereitung hinter uns. Jetzt müssen wir sehen, dass wir hoch konzentriert in das erste Punktspiel gehen, denn schließlich wollen wir vor unseren eigenen Fans gern mit einem Sieg in die neue GFL-Saison starten, so Lions-Cheftrainer Javier Cook.
Leider können die Braunschweiger nicht in Bestbesetzung gegen die Süddeutschen antreten. Nach dem Eurobowlspiel in Valencia fehlt den Löwen nun neben Offensive Lineman Christoph Wolk auch noch Defensive Lineman Dennis Engelbrecht, der ich aufgrund eines Sehnenrisses im kleinen Finger einer Operation unterziehen muss, und somit rund sechs Wochen ausfällt. Dazu standen auch hinter den Einsätzen von Sascha Möhle und Jens Heinecke noch Fragezeichen. Sollten alle drei Spieler der starken Braunschweiger Verteidigungslinie ausfallen, wäre das schon eine enorme Schwächung gegen den im vergangenen noch laufstärksten Angriff der gesamten Liga.
Und dass der neue Scorpions-Headcoach Matthias Mecherlein daran viel ändern möchte, ist sicher nicht anzunehmen. Spieler wie Runningback Patrick Scott (vormals Geiger) sowie Quarterback Ira Vandever suchen ihr Heil zumeist über den Laufangriff am Boden. Darauf muss der amtierende Meister also eingestellt sein, wenn eine unangenehme Überraschung vermieden werden soll.
Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die Woche in Spanien gut zusammen gewachsen sind als Mannschaft, die sich nicht so leicht aus der Bahn werfen lässt. Wir wollen erfolgreich in die Saison starten, alles andere zählt für uns derzeit nicht, so Javier Cook abschließend.



