Löwenstark in den Play-Offs

Ihre unglaubliche Endspielserie setzen die Braunschweig Lions auch in diesem Jahr fort. Zum zwölften Mal in Folge nehmen die Löwenstädter am German Bowl teil und unterstrichen nicht zuletzt beim Halbfinalsieg in Marburg wieder ihre Play-Off-Stärke.

Der 49:21-Erfolg bei den Mercenaries war der insgesamt 33. Sieg der Niedersachsen im 40. Endrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft. Mit einer Siegesquote von annähernd 83% sind die Lions weiterhin unangefochten das beste Play-Off-Team in der deutschen Footballgeschichte.

 

Dabei begann diese eindrucksvolle Bilanz alles andere als rosig. Denn gleich das erste Play-Off-Spiel der Vereinsgeschichte geriet mehr oder weniger zum Fiasko. Im Jahre 1994 unterlagen die Norddeutschen den Munich Cowboys verdient mit 0:30. Danach drehte sich aber das Blatt und spätestens seit der Halbfinalniederlage 1996 gegen die Hamburg Blue Devils sind die Lions in den Play-Offs zumeist auf dem richtigen Weg.

 

Aktuell sind die Braunschweiger seit elf Play-Off-Partien ungeschlagen. Die letzte Niederlage setzte es in der Saison 2004 im German Bowl mit 7:10 gegen die Berlin Adler.

Seither wurden alle Endrundenbegegnungen gewonnen, was dementsprechend auch die drei gewonnenen Meisterschaften zwischen den Jahren 2005 und 2007 zur Folge hatte.

 

In Marburg erzielte Patrick Finke mit seinem Touchdown kurz vor Spielende den 1400. Punkt in der Play-Off-Geschichte des sechsfachen Titelträgers. Aktuell beträgt die Touchdownbilanz aus den bisherigen 40 Spielen nach der regulären Saison 1401:665.

 

Am häufigsten trafen die Lions in den Play-Offs übrigens auf die Hamburg Blue Devils und die Munich Cowboys. Gleich sieben Mal kreuzten sich die Wege der Lions mit diesen Vereinen in den vergangenen 15 Jahren. Danach folgen die Stuttgart Scorpions mit bislang fünf Vergleichen.

 

Erst zum zweiten Mal treffen die Lions nun überhaupt auf die Kiel Baltic Hurricanes in den Play-Offs. Zum ersten Mal dazu in einem Finale. Das bisher einzige Aufeinandertreffen fand im Halbfinale 1999 statt. Damals besiegten die Braunschweiger Gastgeber die Fördestädter deutlich mit 66:24.

 

Nur die größten Optimisten werden wohl nun für das diesjährige Finale auf solch ein Ergebnis tippen, denn zum ersten Mal seit annähernd zehn Jahren gehen die Lions nicht als Favorit in ein Endspiel. Diese Rolle haben nun die Kieler inne, nicht zuletzt aufgrund des dominanten Sieges im Rückspiel und dem gleichzeitigen Gewinns der Nordmeisterschaft 2008.