Dabei trifft der Tabellensiebte (Lübeck) auf den zweiten (Langenfeld). Die Berglöwen konnten vor Beginn der Saison mit Jörn Meier eine spektakuläre Trainerverpflichtung (Ex-Rhein Fire-Coach) sowie einen Aufsehen erregenden Transfer ihres Top-Quarterbacks Scott Pendarvis (höchste College-Liga in den USA) verkünden. Trotzdem hatten sie einen denkbar ungünstigen Start und konnten erst eins ihrer sechs Spiele gewinnen (Hamburg 14:13). Die Ursachen dafür sind schnell erklärt: eine lange Verletztenliste und nicht einsetzbaren Top-Spieler (Runningback und Top-Scorer Patrick Wischnewski und Linebacker Philipp Stursberg) aufgrund von Profiveträgen bei dem NFLE-Team Hamburg Seadevils. Damit rangieren sie derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz.
Entsprechend steht Lübeck mit dem Rücken zur Wand. Der Langenfelder Head Coach Michael Hap weiß aus eigener leidvoller Erfahrung: Lübeck steht mit dem Rücken zur Wand, da ist jedes Spiel ein Endspiel!. Mittlerweile ist zumindest Wischnewski wieder in das Aufgebot der Cougars gerückt (Stursberg verletzt). So ist sich Hap über die Gefährlichkeit bewusst.
Ein angeschlagener Löwe kämpft noch stärker und die Cougars haben ihren Namen nicht von ungefähr. Für die Longhorns geht es natürlich um Wiedergutmachung der Niederlage beim Tabellenführer Berlin Rebels vor Wochenfrist. Noch wichtiger ist für Hap jedoch, Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Das Team selbst brennt darauf, sich zu präsentieren und glänzt mit hervorragenden Trainingseinheiten.
Zwar lichten sich einige der personellen Sorgen der Vorwoche, doch zur absoluten Zufriedenheit von Hap reicht das nicht. Wieder mit von der Partie ist Passempfänger Joel Herandez, der seine Strafe in Berlin verbüßt hat. Verzichten werden die Horns definitiv auf Ricky Gehres, der weiter an einer Oberschenkelzerrung laboriert. Die Liste der Angeschlagenen reicht von Jens Walter, Mario Corosidis, Michael Pauls, Christian Richter und Robert Huber, dessen Einsatz höchstfraglich ist.