Men in Blue warten weiter auf ersten Sieg

Gegen die Berlin Adler hatten sich Essens Footballer viel vorgenommen und wollten das Spiel lange offen gestalten.

Alle Hoffnungen erhielten jedoch gleich zu Beginn der Partie einen herben Dämpfer. Nach einem 80 Yard Kick Off Return Touchdown durch Berlins Danilo Naranjo Gonzalez und verwandelten PAT (Justin Sterz) stand es nach wenigen Sekunden bereits 0:7. Die Cardinals mussten somit wieder versuchen einem Rückstand aufholen, doch noch im ersten Quarter erhöhte Naranjo Gonzalez mit seinem zweiten Touchdown (PAT Justin Sterz) des Tages auf 0:14 für die Adler. Im zweiten Quarter bestimmten die Adler weiterhin das Spiel. Die Cardinals Offense mühte sich, konnte  sich aber der Berliner Endzone nicht gefährlich nähern. Die Defense der Essener kämpfte verbissen, konnte aber auch nur in gewissem Maß Schadensbegrenzung betreiben. Durch einen weiteren Touchdown durch Adler-Quarterback Clint Toon (PAT Sterz) und ein Fieldgoal durch Justin Sterz zogen die Adler auf 0:24 davon.

Im letzten Drive der ersten Halbzeit starten die Cardinals an der eigenen 35-Yard Linie und 1 Minute und 11 Sekunden verbleibender Spielzeit. Die Zeit reichte den Cardinals, um mit 10 Spielzügen in die Berliner Endzone zu kommen. Jimmy Lee Malone lief die letzten Meter zum umjubelten Touchdown. Der PAT von Andre Feuerherdt verfehlte das Tor knapp und so ging es mit 6:24 in die Pause.

Dass die Cardinals den Ball über das Feld bewegen können, haben sie mit der Kraftanstrengung vor der Halbzeit gezeigt, doch die zweite Halbzeit begann fast wie die erste. Nach wenigen Spielzügen verloren die Cardinals mit einem Fumble den Ball und das Angriffsrecht. Die Adler nutzten die günstige Ausgangssituation und mit zwei Spielzügen waren sie erneut in der Essener Endzone – 6: 31. Nun war auf Essener Seite jegliche Hoffnung auf eine Aufholjagd begraben. Mitte des dritten Quarters war es wieder ein Pass von Berlins Quarterback Clint Toon auf Naranjo Gonzalez, der das Ergebnis auf 6:38 hochschraubte. Nachdem das vierte Quarter ohne Punkte blieb, müssen sich die Essener die Frage stellen, warum die Quarter zwei und vier stets relativ offen gestaltet werden können und warum das Spiel, das zum Anschluss-Touchdown führte, nicht öfter zu sehen ist. Es bleibt viel Arbeit und wenig Zeit für die Cardinals, um für die kommenden Wochen auch die Quarter eins und drei offen zu gestalten.