Dabei stapeln die Canes selbst tief, haben sie mit nur sechs Minuspunkten immerhin bisher eine starke Saison gespielt und sind den „Men in Purple“ im Kampf um Platz zwei – dieser berechtigt nach der regulären Spielzeit in den Play-offs zu einem Heimspiel im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft! – damit auf den Fersen.
Beide Teams müssen gewinnen. Universe mit 14:2 Zählern, um sich Punkte für Platz zwei zu sichern und sich die Chance zu bewahren, am 3. September durch einen Sieg gegen die Schwäbisch Hall Unicorns (16:0) noch am amtierenden Süd-Meister vorbeizuschieben; die Hurricanes, um im Rennen um Platz zwei nicht zurückzufallen und gleichzeitig Rang drei zu untermauern, da die Allgäu Comets mit acht Minuspunkten auch Anspruch auf den dritten Platz erheben.
Obwohl der Blick auf das direkt vorausliegende Spiel gerichtet sein sollte, wagen beide Teams sicherlich auch diesen Blick in die nahe Zukunft Richtung Play-offs. Platz zwei berechtigt immerhin nicht nur zu einem Heimspiel gegen den Tabellendritten der GFL Nord – aktuell die Dresden Monarchs – sondern eben auch zum Spiel gegen einen vermeintlich schwächeren Kontrahenten. Als Drittplatzierter im Süden müsste man zum Nord-Zweiten reisen. Aktuell sind das keine Geringeren als die Braunschweig Lions!
Es wird also kein leichtes Spiel, zumal die Formkurve der „Men in Black“, wie sich die Hurricanes nennen, nach der Heimniederlage gegen Stuttgart deutlich nach oben zeigt. „Die Siege in Stuttgart und zu Hause gegen die Allgäu Comets ließen aufhorchen“, heißt es vonseiten der Canes. „In der zuletzt gezeigten Form sind die Canes ein ernstzunehmender Gegner für jede Mannschaft in der Bundesliga.“
Brisanz erhält das Duell durch zahlreiche Postings der Spieler beider Teams in den sozialen Netzwerken. In Facebook postete der Top-Receiver der Canes, Todd Harrelson, dass er an alter Wirkungsstätte – 2015 lief er noch in lila Jersey für Universe auf – einen weiteren Sieg feiern wolle. Dieses Mal allerdings nicht mit Universe! Das Feedback seiner ehemaligen Mitspieler und neuer Gegenspieler fiel entsprechend aus.
Ein Blick auf die Nummer 4 der Hurricanes dürfte also interessant werden… In acht Spielen fing Harrelson bisher 29 Pässe für 527 Yards und damit durchschnittlich 18,2 Yards Raumgewinn. Belohnung: acht Touchdowns.
Da noch nicht sicher ist, ob die beiden zuverlässigen Receiver Bryan Billy und Swen Norrick spielen werden – beide wurden gegen Mannheim beim 59:13-Sieg frühzeitig verletzungsbedingt aus dem Spiel genommen –, dürfte Harrelson ohnehin der go-to-guy von Quarterback Alexander Haupert werden. Also Augen auf!
Tickets für das Spiel zwischen Tabellenzweitem und Verfolger sind am Spieltag ab 15.30 Uhr am Kassenhäuschen auf dem Vorplatz des Frankfurter Volksbank Stadions erhältlich.
