Mit drei Europameistern nach Berlin

Mit drei Europameistern haben die Assindia Cardinals die Vorbereitungen auf die Schlussphase der GFL-Saison aufgenommen. Florian Hartmann, Sebastian Marquard und Thorsten Roderig standen im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, die am 31. Juli im EM-Finale vor 8.000 Zuschauern in der Frankfurter „Commerzbank Arena“ mit 26:10 über Frankreich die Oberhand behielt.

Die Europameister Roderig, Hartmann, Marquard nach dem EM-Finale in der Frankfurter Commerzbank Arena (Foto: Steinberg)

Statt eines roten Teppichs wurde dem Erfolgtrio bei seiner Rückkehr nach Essen „nur“ der grüne Rasen ausgerollt. Cardinals-Präsident Wilfried Ziegler: „Wir mussten schnell Spannung für die letzten Spiele aufbauen.“ Das kann in diesen Tagen jedoch nicht reibungslos funktionieren: Bei einigen Spielern lassen Blessuren nur eine kurzfristige Entscheidung über die Einsatzfähigkeit am kommenden Sonntag, 9. August, gegen die Berlin Rebels zu.

 

Wichtig: Die drei Europameister sind einsatzfähig. Sebastian Marquard klagte zwar über muskuläre Probleme, die sollten bis zum kommenden Wochenende jedoch keine Rolle mehr spielen. Das EM-Resümee des Essener Trios fällt durchaus positiv aus. „Es war eine tolle Atmosphäre im Team und auch im Stadion. Die zwei Wochen waren sehr intensiv, mit den drei Spielen und Trainingseinheiten auf dem Feld und im Videoraum, doch wenn das mit dem Europameistertitel gekrönt wird, hat es sich gelohnt“, gibt sich Defense Liner Thorsten Roderig zufrieden. Auch Florian Hartmann und Sebastian Marquard ziehen eine positive Bilanz, wobei die beiden sich etwas mehr Einsatzzeiten auf dem Feld gewünscht hätten. Ziegler: „Für unsere Jungs war es erst die erste bzw. zweite Berufung in die Nationalmannschaft. Die Trainer haben wohl auf die größere Erfahrung gebaut. Trotzdem können sie stolz sein, denn sie haben ihren Teil zum Erfolg beigetragen. Sie sind noch jung und im nächsten Jahr steht die Weltmeisterschaft an. Ein Ziel, auf das sie hinarbeiten können. Ich glaube, dass sie dann auch dabei sein werden.“

 

Die EM ist Geschichte, die Liga Gegenwart und Zukunft und die nahe Zukunft liegt für die Cardinals in Berlin: Gespielt wird am Sonntag ab 15 Uhr im Mommsenstadion, Waldschulallee 34-42. Anders als noch beim letzten Auftritt in der Hauptstadt gegen die Adler reisen die Assindia Cardinals bereits am Samstag an. Im Hinblick auf die Play-Offs ist das Duell der Tabellennachbarn wegweisend. Die Rebels könnten mit einem Sieg an den Cardinals vorbeiziehen. Mit dem 13:13 im letzten Heimspiel gegen die Braunschweig Lions konnte der Aufsteiger ein nicht unbedingt zu erwartendes Ausrufezeichen setzen. Der Essener 23:13-Sieg im Hinspiel war zwar leistungsgerecht, aber „auch ein hartes Stück Arbeit“, so Ziegler. Als Tabellenvierter der Nordgruppe gehen die Assindia Cardinals in die letzten vier Meisterschaftsspiele. „In allen Spielen sind Siege und damit am Ende noch der dritte Platz drin“, ist Ziegler optimistisch, dass seine Mannschaft den Negativtrend vor der EM-Pause mit vier Niederlagen gegen die Braunschweig Lions, Kiel Baltic Hurricanes und Berlin Adler noch umkehren kann.

 

Das Spiel bei den Berlin Rebels wird im GFL-Radio (www.gfl-radio.de) übertragen. Beginn der Sendung ist am kommenden Sonntag um 14.40 Uhr. Kommentieren werden Nicolas Martin, Andreas Renner und Tasso Melzer.
Schon jetzt wirft die kommende Saison ihre Schatten voraus. Im Gespräch ist eine Aufstockung der Liga auf 16 Mannschaften, die auf die Nord- und Südgruppe aufgeteilt werden sollen. Eine Entscheidung soll noch in diesem Monat fallen. Neben den Mönchengladbach Mavericks, die in der GFL 2 sportlich hervorragend auf Kurs sind, könnte mit den Panthern aus Düsseldorf möglicherweise ein zweiter Verein aus der Region ins Oberhaus dazustoßen. Ziegler: „Es ist gut für die Außenwirkung der Liga, zukünftig mit 16 Mannschaften zu spielen. Mit Mönchengladbach, Düsseldorf, Magdeburg und langfristig auch Köln haben einige Vereine gute Perspektiven.“