Man kann sich weiter verwundert die Augen reiben! Auch wenn die Bilder
vom Fast-Abstieg 2007 so langsam endgültig verblassen: mit solch einem
Traumstart in die GFL Saison 2008 konnte niemand rechnen. 3 Spiele 3
Siege. Darunter einen gegen den Meister Braunschweig und nun gegen den
Tabellenführer Berlin.
Und die Monarchs setzten gleich im ersten Viertel vor gut 2000
Zuschauern die entscheidenden Akzente. 1.: Super Return Bingham. 2.:
Touchdown Zoller. 3.: Interception Betka! Der Reihe nach: Dresden
begann stark. Anthony Bingham konnte den Kick Off zum Beginn der
Partie weit in die Hälfte der Gastgeber zurücktragen. Die Monarchs
Offense allerdings nutzte diesen Vorteil nicht für die fällige
Führung. Glück für sie, dass es Berlin ähnlich schlecht machte. Kurze
Zeit später stand man wieder mit Ballbesitz auf dem Feld. Und nun
rollte der Sachsen-Angriff! Quarterback Dylan Meier dirigierte mit
Übersicht, Runningback Tony Hollings sorgte für nötigen Raumgwinn. Die
ersten Punkte erzielte dann Radko Zoller nach einem 35 Yard Pass von
Meier (Extrapunkt Hempel 0:7).
Im Gegenzug zeigte dann auch Berlin, dass sie marschieren können. In
einem langen, flüssigen Drive zogen die Adler bis kurz vor die
Monarchs Endzone. Der Ex-Dresdner Thomas Emslander fing einen langen
Pass von seinem Quarterback Brett Hall an der 3 Yard Linie. Doch der
fast schon sichere Ausgleich blieb den Gastgebern verwehrt. Einen
verunglückten Pass von Hall konnte Elias Betka abfangen, so dass
Dresden erneut an den Ball kam.
Dennoch war es fast nur eine Frage der Zeit, dass Berlin zu Punkten
kam. Eine Frage von viel Zeit! Erst kurz vor der Halbzeit gelang Hall
der Touchdown Pass auf Thomas Emslander.
Im direkten Gegenzug profitierten die Monarchs wenige Sekunden vor der
Pause zum Einen von Berliner Fouls und zum Anderen von einer
bewundernswerten Konzentration. Fast schon zu schnell eroberten sie
sich im mittlerweile dichtem Regen die Führung zurück: Dylan Meier
selbst lief über 3Yard zum erneuten Touchdown (PAT Hempel 7:14).
Was folgte war eine zähe, von beiden Verteidigungsreihen dominierte 2.
Halbzeit. Berlin begann mit Schwung, konnte aber einen fälligen
Fieldgalversuch nicht verwandeln.
Bei beiden Teams stockte in der Folge der Angriff. Beide machten sich
auch immer wieder durch eigene Fouls sauber erkämpften Raumgewinn zu
Nichte. Die Folge: viele Strafen, wenige Firstdowns und keine wirklich
nennenswerten Chancen mehr, Punkte aufs Board zu bringen. Erst wenige
Sekunden vor Schluss stand Berlin wieder aussichtsreich vor der
Monarchs Endzone. Doch auch hier hielt die Defense. Es blieb beim
schwer erkämpften und mehr als verdientem 7:14.
Hut ab vor der Leistung der Monarchs Defense, die in der 2. Halbzeit
u.a. auf Routinier Rony Freudenberg verzichten musste, der sich an der
Schulter verletzt hatte. Da von der Dresdner Offense im zweiten
Durchgang kaum noch Unterstützung kam, waren die Verteidiger ganz auf
sich allein gestellt. Und sie machten ihren Job mehr als gut. Zwar
gaben sie immer wieder Yards und Downs ab. Sie verhinderten aber Punkte!
Am kommenden Samstag wartet dann schon die nächste Auswärtsprüfung.
Die Dresden Monarchs fahren dann zum Team von Deutschlands Meister-
Coach Kent Andersson: zu den Kiel Baltic Hurricanes! (24.05. Kick Off
19:00 Uhr)
