Nach knapp zwei Spielminuten führten die Goldhelme aus Dresden bereits mit 14:0 und gaben diese Führung im gesamten Spielverlauf nicht mehr ab. Den ersten Touchdown zum 7:0 (PAT J. Hilgenfeldt) für die Monarchs erzielte DB C. Evering nach nur zwei Offense Spielzügen für die Löwen mit einem 43 Yard Interception Return. Ursache war ein Passversuch von M. Herrick auf L. Greene, der den verletzten C. Bollmann als Receiver ersetzte. Auch der zweite Angriffsdrive der Lions endete nahezu direkt in Punkte für die Dresdener. In vier Spielzügen konnte der Angriff der Braunschweiger, nun unter Regie von
M. Friese, keinen Raumgewinn erzielen und musste sich per Punt vom Ball trennen. Zu allen Überfluss viel in dem Offensedrive mit Receiver J. Knopf, der nächste Spieler verletzte für den Rest der Begegnung aus. Den Punt von T. Goebel konnte Monarchs Defense Liner M. Donner blocken und bis an die 3 Yard Linie der Lions zurücktragen. Die verbleibenden Yards zur 14:0 Führung (PAT J. Hilgenfeldt) überbrückte Monarchs Runningback L. Croom mühelos. Den Schock dieser schnellen und frühen hintereinander erzielten Punkte der Goldhelme schüttelten die Braunschweiger Footballer bis zur Halbzeit nicht mehr ab.
Egal was man auch im Angriff versuchte, bis zur Pause konnten die New Yorker Lions nicht ein einziges Mal ein First Down in einer ihrer Angriffsequenzen erzielen.
Die Verteidigung der Löwenstädter bemühte sich den Vorwärtsdrang der Elbstädter zu stoppen, musste sich aber kurz nach dem ersten Seitenwechsel zu Beginn des zweiten Spielviertels, erneut dem starken Druck der Dresdener ergeben. Immer wieder fand Monarchs QB W. Smith die notwendigen Lücken in der Braunschweiger Verteidigung und brachte sein Team Yard um Yard voran. Entweder sorgte Runningback L. Croom für Raumgewinn oder W. Smith fand einen seiner fangsicheren Receiver wie H. Heidary, R. Zoller oder J. Hilgenfeldt. Waren diese Optionen nicht anspielbar, lief er selbst.
Letztendlich war es erneut L. Croom, der aus 5 Yards die Führung der Dresden Monarchs auf 20:0 (PAT geblockt) ausbaute. Wenn einem das Pech verfolgt, dann richtig. So schien es wohl allen mitgereisten Fans der Lions vorzukommen. Erneut hielt der Ballbesitz der Löwen nur zwei Spielzüge. Der sonst sichere Ballträger J. Johnson verlor bei einem Laufversuch an der eigenen 40 Yard Linie den Ball und das freie Spielgerät sicherten sich die Monarchs. Nur ein paar Spielzüge später und L. Croom schlug zum dritten Mal an diesem Tage zu. Dieses Mal lief er aus 15 Yards in die Endzone der Braunschweiger und erhöhte die Führung der Monarchs auf 27:0 (PAT J. Hilgenfeldt). Braunschweig kam wieder in Ballbesitz, aber musste erneut punten. Durch einen viel zu hohen Snap geriet T. Goebel in Bedrängnis und konnte gerade noch so den Ball bis knapp an die Mittellinie befördern. Die Offense der Monarchs machte sich daran ihre Führung weiter auszubauen und arbeitet sich, auch begünstigt durch Strafen gegen die Lions, voran. Zwar konnte die Abwehr der Lions in diesem Drive das Schlimmste verhindern, aber mit einem 39 Yard Fieldgoal von J. Hilgenfeldt wussten die Monarchs trotzdem erneut zum 30:0 zu punkten. Das Drama für die New Yorker Lions setzte sich mit dem folgenden Kick-Off fort. Tief in der Braunschweiger Spielfeldhälfte an der 27 Yard Linie, konnte Dresdens H. Heidary den Kick-Off direkt aus der Luft fangen und damit regelkonform seine Farben erneut in Ballbesitz bringen. Zwei Spielzüge später bediente Dresdens QB W. Smith seinen Receiver J. Hilgenfeldt mit einem kurzen Pass. Dieser ließ seinen Braunschweiger Verteidiger aussteigen und lief danach ungehindert aus 30 Yards zum 37:0 (J. Hilgenfeldt) in die Endzone der New Yorker Lions. Bei diesem Spielstand sollte es dann aber bis zur Halbzeitpause bleiben, denn beide Teams konnten keine weiteren Akzente in der Offense setzen. Nach der Halbzeitpause setzte sich zu Beginn des dritten Spielabschnitts der Spielverlauf der ersten Halbzeit vorerst weiter fort. Die Dresden Monarchs erhielten zu erst das Angriffsrecht und marschierten scheinbar unaufhaltsam über das Feld. Vier Laufspielzüge über L. Croom benötigte W. Smith als Vorbereitung, um mit dem fünften aus 40 Yards Entfernung einen vollkommen frei stehenden H. Heidary per Pass zu bedienen, der zum 44:0 (PAT J. Hilgenfeldt) in die Endzone der Lions lief.
Komplett demütigen lassen, wollten sich die Lions aber nicht, denn endlich kam etwas Bewegung in den Angriff der Löwen.
Vier Pässe in Folge warf M. Friese auf A. Tounkara, vier Mal vollständig und den letzten davon über 50 Yards zum 44:7 (PAT T. Goebel) Touchdown. Aber nicht nur in der Offense ging nun ein Ruck durch das Team, auch die Verteidigung konnte jetzt gegen die Punktemaschinerie der Monarchs an diesem Tage gegenhalten. Unter starken Druck durch K. Homri gesetzt, unterlief Dresdens W. Smith einer seiner wenigen Fehler. Beim Versuch sich mit einem Pass vom Druck zu lösen, geriet dieser Passversuch zu ungenau und landete direkt in den Armen des heranstürmenden C. Petersen, der im Anschluss den Ball noch knapp bis zur Mittellinie zurücktragen konnte und damit der Offense der Lions unter M. Friese das Angriffsrecht zurückgab.
Nach einem langen Lauf von J. Johnson und einer Facemask-Strafe gegen die Verteidigung der Monarchs, fanden sich die Löwen nach nur zwei Spielzügen sieben Yards von der Endzone der Dresdener entfernt wieder. Einen weiteren Spielzug später und nach einem Touchdown-Pass von M. Friese auf W. Millhouse korrigierten die Lions das Ergebnis auf 44:14 (PAT T. Goebel).
Die Verteidigung der New Yorker Lions meisterte ihren Job jetzt weiterhin mit Bravour und ließ dem Angriff der Goldhelme keinen Platz für große Raumgewinne. Leider sorgte eine Verletzung von DB Benjamin (Benny) Krahl für eine Schrecksekunde. Nach einem Tackle blieb er verletzt am Boden liegen und musste wenig später mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus zur weiteren Untersuchung gebracht werden. Glücklicherweise stellte sich die erlittene Verletzung als nicht schwerwiegend heraus und die # 15 der Lions konnte noch am Abend mit dem Teambus die Heimreise antreten.
Es ging ins vierte und letzte Spielviertel und ein weiterer Punt von T. Goebel stand an.
Leider verunglückte erneut der Snap und beim Versuch den Ball in der eignen Endzone zu sichern, verlor T. Goebel den Ball und gab den Monarchs in Person von C. Evering, der den Ball sicherte, damit die Möglichkeit wiederholt einen Fehler der Löwen in Punkte zum 51:14 (PAT J. Hilgenfeldt) umzuwandeln.
Es folgte eine unglückliche Interception von M. Friese, die die Monarchs aber nicht in Punkte umwandeln konnten. Nach jeweils einem weiteren Punt beider Teams, konnten die Monarchs abermals einen Turn-Over nach einem Fumble von M. Friese produzieren. Aber nach wie vor agierte die Lions Defense sicher und gab knapp zwei Minuten vor Spielende ihrer Offense noch einmal die Chance zur Ergebniskorrektur. Beginnend an der eigenen 18 Yard Linie war es RB J. Johnson, der mit einem langen Lauf und einer zusätzlichen Facemask-Strafe gegen die Verteidigung der Goldhelme, die Löwen bis an die 37 Yard Linie der Monarchs brachte.
Zwei Pässe von M. Friese auf W. Milhouse und die Löwen hatten noch 30 Yards bis zur Endzone der Elbstädter. Ein Spielzug später hieß die Kombination erneut Friese - Milhouse und der Neuzugang ließ in seinem zweiten Spiel im Lions-Jersey zum wiederholten Male seine Klasse aufblitzen. Er drehte er sich aus einem Tackle und zu guter letzt übersprang er einen weiteren Verteidiger in Hürdensprungmanier, bevor er zum 51:21 (PAT T: Goebel) Endstand in die Endzone der Dresden Monarchs hechtete.
Bei nur noch 42 Sekunden verbleibender Spielzeit knieten die Monarchs nur noch ab und beendeten somit das Spiel.
Mit dieser Niederlage haben sich die New Yorker Lions erst einmal selbst aus den Bereichen der Play-Off Plätze in der GFL- Nord katapultiert. Die kommenden vier Wochen Spielpause helfen aber allen Verletzten und angeschlagenen Spielern, sich auszukurieren um dann die verbleibenden fünf regulären Spiele der Saison 2012 mit neuen Elan und Kraft anzugehen.
Für Head Coach Phil Hickey heißt die Aufgabe sein Team wieder zu einer Einheit zusammen zu bringen und neue Ziele festzulegen. Ein kleines Fünkchen Hoffnung besteht immer noch, die Endrunde der Saison 2012 zu erreichen, auch wenn es ein schwerer Weg werden wird!
