Nationalspieler streift sich lila Jersey über

Mit Ivo Schoenberner hat sich ein weiterer Nationalspieler den „Men in Purple“ angeschlossen. Der 1991 im sächsischen Hoyerswerda geborene Full- und Halfback ist 1,80 Meter groß und wiegt 113 Kilogramm.

 

Schoenberner spielt seit 2007 Football und lernte bis 2009 die Basics bei den Dresden Junior Monarchs. Zwischen 2010 und 2014 lief der 24-Jährige fünf Jahre lang für die Monarchs in der GFL auf und wechselte 2015 zu den Berlin Rebels. 2016 wird sich Ivo Schoenberner nun das lila Jersey von Frankfurt Universe überstreifen.

Der Back bringt jedoch nicht nur sechs Jahre GFL-Erfahrung mit an den Main, sondern kann auch auf internationale Einsätze zurückblicken. So gewann er 2014 den EM-Titel mit der Deutschen Nationalmannschaft.

Als größte Erfolge nennt Schoenberner aber auch die Deutsche Vize-Meisterschaft 2013 und den Fanaward als „Offense MVP“ vor zwei Jahren. „Allerdings ist es für mich der größte Erfolg, wenn am Ende des Jahres der Runningback im Team die Liga in Rushing Yards und Touchdowns anführt. Ich als Fullback empfinde das als größte Auszeichnung. Auch wenn keiner Danke sagt… Aber ohne Line, Receiver, Tightends und Fullbacks können die Jungs nie ihre Talente ausspielen. Das ist bis jetzt mit allen Runningbacks - Croom 2012, Deed 2013, Washington bei der EM 2014 und McCoy 2015 gelungen, für die ich vorblocken durfte. Ein ,Man in Purple‘ soll der nächste in der Liste werden.

Im ersten Universe-Interview gibt Ivo Schoenberner nun nicht nur eine Antwort auf die Frage, warum er an den Main wechselt, sondern auch einen Ausblick auf die Saison und erklärt seine Wertschätzung für Footballfans.

Warum wechselst Du zu Frankfurt Universe und was erhoffst Du Dir von der Saison 2016?
Ich komme nach Frankfurt, weil ich die Stadt und die Leute liebe. Ich habe Familie in der Bankenmetrople und es gibt nur Gutes über das Footballprogramm und die Fans von Universe zu hören. Mit Coach Grahn hab ich schon drei Jahre lang in Dresden auf sehr hohem Niveau gearbeitet und mich enorm verbessert. Ich denke ich kann definitiv dieses Jahr noch etwas lernen. Außerdem freue ich mich sehr auf meine neuen Teammates, von denen ich schon einige von der Europameisterschaft oder aus der GFL kenne. Als Aufsteiger ist es zwar schwer und man muss sich etablieren, aber ich denke schon, dass ein Play-off-Platz möglich ist. Außerdem möchte ich nach fünf Jahren GFL Nord auch mal in der Süddivison von Europas bester Liga spielen.

Was kannst Du dazu beisteuern, Erfolge zu feiern?
Ich bin ein absoluter Teamplayer, der immer das Team an die erste Stelle setzt und sich in jedem Play aufopfert, um möglichst beste Resultate zu erreichen! Außerdem hoffe ich, dass ich den anderen mit meiner Erfahrung ein wenig helfen kann, bessere Spieler zu werden.

Was fasziniert Dich an American Football?
Für mich ist American Football der absolut ultimative Sport. Man muss etwas im Kopf haben, gleichzeitig stark und beständig sein - dennoch sind Geschwindigkeit und Leichtfüßigkeit der Schlüssel zum Erfolg. Aber im Alleingang schafft man es nicht. Man muss als Team arbeiten, um an sein Ziel zu kommen - das fördert Teamgeist und die Fähigkeit, mit anderen Leuten gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten und es dann auch zu erreichen.

Warum sollten die Fans Dich 2016 auf dem Feld nicht aus den Augen lassen?
Da wo ich bin, knallt es meistens ordentlich.

Warum sind Fans als zwölfter Mann so wichtig?
Früher, während der Gladiatorenkämpfe, haben die Fans über Leben und Tod entschieden. Bei uns können sie der entscheidende Faktor zwischen gewinnen und verlieren sein! Deswegen sind sie so wichtig, weil sie mit ihren Emotionen uns Spieler motivieren, in jedem Spielzug alles zu geben!

Auf welchen Gegner freust Du Dich am meisten?
Absolut Schwäbisch Hall. Nachdem ich 2014 gegen sie im Halbfinale mit den Dresden Monarchs verloren habe, ist da noch eine Rechnung offen.