Bereits von Beginn an stand das Spiel unter keinem guten Stern. Nach dem Abschlusstraining am vergangenen Donnerstag wurde der Headcoach der Lions, Seth Womack, für viele vollkommen überraschend gekündigt. Dass das nicht ohne Auswirkungen auf das bevorstehende schwere Spiel gegen die Panther sein wird, war einigen bereits im Vorfeld klar.
Nicht desto trotz fuhr die Mannschaft der Löwenstädter motiviert nach Düsseldorf und wollte einen Sieg.
Gleich im ersten Drive wurde die Offense der heimischen Panther umgehend gestoppt und auch im weiteren Verlauf des ersten Spielviertels hatte die Defense der Löwen, die Panther im Griff. So konnte Niklas Hentschel einen Pass vom sonst fehlerfrei spielenden Quarterback der Panther Robert Demers abfangen und die Defense ein ums andere Mal den Spielmacher der Düsseldorfer mit Raumverlust zu Boden bringen.
Der Angriff der Lions unter Führung von Quarterback Mike Friese zeigte nach der blamablen Niederlage in Stuttgart gute Ansätze. Besonders Runningback Jabari Johnson erzielte Yard um Yard Raumgewinn. Leider warfen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt Strafen die Löwen immer wieder zurück, so dass lediglich ein Fieldgoalversuch von Kicker Tobias Göbel heraussprang, der aber am Tor vorbei segelte.
Das zweite Viertel begann mit einer unglücklichen Situation für die Defense der Braunschweiger. Nach einem vollständigen Pass von R. Demers auf seinen Receiver Y. Baumgärtner, rutschte Mali Bangura unglücklich aus und ermöglichte so dem Ballfänger der Panther einen Raumgewinn von über 40 Yard, bevor er kurz vor der Endzone der Löwen ins Seitenaus gedrängt werden konnte. Das verbleibende eine Yard überbrückte Düsseldorfs Runningback Steve Coles dann locker zur 7:0 Führung (PAT M. de Haer).
Im folgenden Verlauf des zweiten Spielabschnitts wogte das Spiel zwischen beiden Teams ausgeglichen hin und her und keiner konnte nennenswerten Raumgewinn erzielen. Erst kurz vor der Halbzeitpause waren es erneut unnötige Strafen, die die Gastgeber in aussichtsreiche Position, diesmal an der zwei Yard Linie der Lions, brachten. Erneut war es Steve Coles der keine Probleme hatte die Führung auf 14:0 (PAT M. de Haer) zu erhöhen.
Nach der Halbzeitpause wirkte das Team der New Yorker Lions, genau wie eine Woche zuvor in Stuttgart, unkonzentriert und fahrig. Fehler, verpasste Tackles und Strafen häuften sich nun und so dauerte es nicht lange und die Düsseldorf Panther erhöhten durch einen neun Yard Lauf von Veteran Estrus Crayton auf 20:0 (PAT M. de Haer geblockt).
Begünstigt durch zwei Strafen wegen Facemask gegen die Panther und einem schönen Pass von M. Friese auf C. Bollmann, sowie einem 20 Yard Touchdownpass auf Douglas Fryer schöpften die Löwen nochmals Hoffnung und kamen auf 20:7 (PAT T. Göbel) heran. Aber bereits im Gegenzug konnten die Panther den alten Abstand wiederherstellen, nachdem der Onsidekickversuch der Löwenstädter scheiterte.
Erst fand R. Demers Nationalspieler N. Römer mit einem 40 Yard Pass, dann war es S. Coles, der den Ball bis ein Yard vor die Endzone der Löwen trug. Düsseldorf QB R. Demers selbst vollendete und erhöhte auf 27:7 (PAT M. de Haer). Die Mannschaft der New Yorker Lions versuchte alles sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, aber erneut waren es vor allem Strafen, die das Team immer wieder erzielten Raumgewinn nahmen.
Auch einen eroberten Fumble von Lions Linebacker Santtu Äyräväinen konnten man nicht nutzen. So kam es wie es kommen musste und die Düsseldorf Panther machten ihrerseits den Sack endgültig zu. Mit wechselnden Lauf- und Passspiel arbeiteten sich die Panther bis fünf Yards vor die Teamzone der Lions, um dann mit einem Touchdownpass von R. Demers auf N. Römer auf 34:7 (PAT M. de Haer) das Ergebnis abermals zu erhöhen. Die Braunschweiger versuchten noch mal Ergebniskorrektur zu erzielen, aber spätestens nach der Interception vom nun als QB spielenden Douglas Fryer, war das Geschichte.
Mit 7:34 verliert das Team der New Yorker Lions gegen die Düsseldorf Panther und die ersehnten Play-Offs rücken damit in weite Ferne. Zwar steht man nach wie vor auf einen fünften Tabellenplatz, aber der ausstehende Restspielplan und die beiden kommenden Spiele gegen die Kiel Baltic Hurricanes machen es schwer, sich noch einmal zurückzukämpfen.
Abschließend möchten sich die Verantwortlichen, Spieler, Coaches und Fans noch einmal ausdrücklich für die geleistete Arbeit von Seth Womack bedanken und wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute!
