New Yorker Lions verlieren gegen kämpferisch starke Adler

Mit 7:21 (0:7; 7:0; 0:7; 0:7) verliert das Team der New Yorker Lions gegen kämpferisch stark spielende Berlin Adler, ihren Heimspielauftakt in die GFL Saison 2012. Vor knapp 3.300 Zuschauern bei sommerlichen Temperaturen, konnten dabei die Lions nur in der ersten Halbzeit das Spiel offen gestalten. Vor allem Unsicherheiten des Angriffs der Löwenstädter im zweiten Spielabschnitt, führten letztendlich zum Sieg für die Mannschaft aus der Hauptstadt.

QB Michael Herrick im festen Griff der Adler Defense. Foto: Karsten Reißner

Die Mannschaft der Berlin Adler eröffneten mit dem Kick-Off die Partie. Nach dem Return durch Lions Spieler Ronald Sears, begann die Offense der Löwen ihren ersten Drive an der eigenen 32 Yard Linie.

 

Mit Läufen durch Runningback Sven Rosemann und Pässen von Quarterback Michael Herrick auf William Ngaoudjio, sowie Lenny Greene, arbeiten sich die Lions bis an die 20 Yard Linie der Adler nach vorne und hatten die Chance mit einem 35 Yard Fieldgoal durch Tobias Göbel in Führung zu gehen. Leider flog der Ball knapp rechts am Tor vorbei. Besser lief es im ersten Angriffsdrive für die Berlin Adler. Beginnend an ihrer eigenen 20 Yard Linie brauchten sie ganze fünf Spielzüge um die ersten Punkte auf das Scoreboard zu bringen. Ursprung dafür war ein 38 Yard Pass im ersten Spielzug von Berlins QB Alex Good auf seinen Receiver Conrad Meadows, dem nach drei kurzen Läufen abschließend ein 30 Yard Touchdownlauf durch QB A. Good folgte. Nach sicher verwandelten Extrapunkt durch Adler Kicker Justin Sterz führten die Hauptstädter mit 0:7.

 

Nach guten Kick-Off Return durch W. Ngaoudjio, begann der Angriff der New Yorker Lions nun ihren nächsten Drive an der eigenen 40 Yard Linie. Dieses Mal kämpfte man sich bis Berlins 27 Yard nach vorne, ehe der Vorwärtsdrang abrupt wieder ein Ende fand. Einen Pass von M. Herrick konnte Receiver W. Ngaoudjio nicht festhalten und der abprallende Ball wurde von Adlers M. Pusch abgefangen. Der Angriff der Berlin Adler betrat wieder das Feld, konnte aber bis zum Ende des ersten Spielviertels, gegen eine nun gut agierende Verteidigung der Löwenstädter, keinen nennenswerten Raumgewinn erzielen. Somit mussten sie sich zu Beginn des zweiten Quarters mit einem Punt vom Ballbesitz trennen. Bis zur Mitte des zweiten Spielabschnitts, vermochte sich keine der beiden Angriffsformationen entscheidend gegen die jeweils gegnerischen Verteidigungsreihen durchsetzen. Erst dann schienen die Lions von Headcoach Phil Hickey eine Möglichkeit gefunden zu haben, die Verteidigung der Mannen aus der Hauptsstadt zu knacken. An der eigenen 41 Yard Line startend arbeiteten sich die Löwen unter Regie von QB M. Herrick, Yard für Yard mit wechselnden Lauf- und Passspiel nach vorne. Am Ende stand ein erfolgreicher sieben Yard Touchdown-Pass von M. Herrick auf seinen Receiver C. Bollmann (PAT T. Göbel) und der 7:7 Ausgleich.

 

Die Berlin Adler versuchten nun vor allem mit Laufspiel über ihren QB A. Good und ihre Runningbacks C. Macia und C. Niepagen Raumgewinn zu erzielen. Zwar gelang es ihnen, sich damit bis an die 30 Yard Linie der Lions vorzuarbeiten, doch dort war dann auch Schluss. Auch der 47 Yard Fieldgoalversuch durch J. Sterz geriet zu kurz und somit kamen die Lions kurz vor der Pause noch einmal in Ballbesitz. Leider konnten sie daraus kein Kapital schlagen, da der sonst sicher agierende W. Ngaoudjio, beim Versuch das noch fehlende Yard bis zum neuen 1st Down herauszuholen, den Ball verlor, der dann von der aufmerksamen Adler Defense gesichert werden konnte. Somit blieb es beim Spielstand von 7:7 zur Halbzeitpause.

 

Das dritte Quarter begann mit einem Return durch die Berlin Adler bis weit in die Hälfte der New Yorker Lions. Von der 43 Yard Linie der Löwen startend, biss sich der Angriff der Mannschaft von der Spree, aber an der stark spielenden Verteidigung der Braunschweiger, die Zähne aus und man musste sich per Punt erneut vom Angriffsrecht trennen. Kaum hatte die Offense der Adler aber das Feld verlassen, konnte sie bereits schon wieder zurück. Beim ersten Spielzug nach dem Punt an der eigenen 20 Yard Linie, verlor Lions Runningback S. Rosemann nach einem harten Tackle den Ball, der dann von der aufmerksamen Berliner Verteidigung gesichert werden konnte. Dieser Spielzug bedeutete für S. Rosemann leider auch das Aus für die Partie, da er sich am Knie verletzte.

 

Die weiterhin stark auftretende Braunschweiger Verteidigung hielt aber dagegen und zwang den Adlerangriff lediglich zu einen 37 Yard Fieldgoalversuch, der vom Specialteam der Löwen, in Person von Lenny Greene, geblockt wurde. Der folgende Angriffsdrive der New Yorker Lions misslang vollständig. In nur drei Angriffsspielzügen und einem folgenden Punt im vierten Versuch, kassierte die Mannschaft 40 Yards an Strafen, was die Berlin Adler an der New Yorker Lions 37 Yard Linie in guter Feldposition wieder in Ballbesitz brachte. Trotz starker Defense Leistung der Löwenstädter, konnte diese nicht verhindern, das die Adler nach einem 13 Yard Touchdown-Pass von A. Good auf P. Heck (PAT. J. Sterz) mit 7:14 in Führung gingen. Zu allem Überfluss verletzte sich beim Versuch, den Touchdown zu verhindern, auch noch Lions Spieler C. Petersen am Fuß und musste das Spiel verlassen.

 

In den Angriff der Lions schien nun Sand ins Getriebe geraten zu sein. Erneut dauerte es nur einen Spielzug, ehe man bereits das Feld wieder unverrichteter Dinge verlassen musste. Einen langen Pass von M. Herrick auf L. Greene, konnte Adler Verteidiger M. Schmitt abfangen und damit erneut schneller als gedacht seine Offense um QB. A. Good wieder auf das Feld bringen.

 

An der eigenen 31 Yard Linie beginnend machten der Angriff der Adler kontinuierlich Boden gut. Kurz nach dem letzten Seitenwechsel, zu Beginn des vierten und letzten Spielabschnitts, war es erneut der QB der Berlin Adler A. Good, der die Führung der Hauptstädter mit einem Touchdownlauf aus 6 Yards auf 7:21 (PAT J. Sterz) ausbaute.

 

Was die New Yorker Lions im Folgenden auch versuchten, um den Anschluss wieder herzustellen, es sollte nicht mit Erfolg gekrönt sein. Mit immer wieder tollen und kraftvollen Läufen brachte Runningback Jabari Johnson die Löwen bis 16 Yard vor die Endzone der Adler. Dort war es dann ein Déjà-vu Erlebnis für Lions QB M. Herrick. Einen Pass auf L. Greene, kann dieser nicht festhalten und der unkontrolliert durch die Luft fliegende Ball landet in den Armen von Ex-Lions Spieler und Linebacker der Berlin Adler Giancarlo Boone, der das Spielgerät bis zur 46 Yard Line der New Yorker Lions zurücktragen kann und damit den Angriff der Berliner wieder auf das Feld bringt. Mit aller Kraft stemmte sich erneut die Verteidigung der Löwenstädter gegen die drohende Niederlage und bringt ihre Offense mit knapp zwei Minuten Spielzeit noch einmal auf das Feld. Von der eigenen 12 Yard Line beginnend schafft es der Angriff der Löwen mit QB M. Herrick bis 28 Yards vor die Endzone der Adler, wo dann aber erneut, u.a. durch Strafen gegen die Braunschweiger, Schluss ist und das Spiel mit 7:21 gegen kämpferisch starke Berlin Adler verloren geht.

 

So früh in der Saison ist noch nichts verloren, aber eines ist klar. Vor allem auf Seiten der Offense der New Yorker Lions gibt es Verbesserungspotential. Zu viele individuelle Fehler und Strafen führen immer wieder zu Ball- und Raumverlusten, die letztendlich wie heute gesehen, entscheidend sein können. Headcoach Phil Hickey und seinem Team bleiben nur zwei Trainingseinheiten um wieder Ruhe in die Mannschaft zu bringen, bis mann am nächsten Samstag (26. Mai, Kick-Off 17.30 Uhr) in Lübeck auf die Lübeck Cougars trifft. Die Lübeck Cougars sind nach der Auflösung der Mönchengladbach Mavericks, der dritte Aufsteiger in die GFL Nord der Saison 2012. Das bedeutet aber nicht, dass man sie unterschätzen sollte!