Ohne Chance - Deutliche Niederlage in Kaiserslautern

Die 1844 Freiburg Sacristans traten am vergangenen Samstag bei den Kaiserlautern Pikes an. Beide Teams waren in den ersten beiden Partien der Regionalliga Mitte ungeschlagen. Für beide war es somit ein richtungsweisendes Spiel. Der GFL 2 Absteiger war an diesem Nachmittag allerdings eine Nummer zu groß für die Breisgauer. Mit einem deutlichen 19:49 (0:7/7:14/0:14/12:14) musste sich die Messdiener geschlagen geben.

Allein unter Hechten. Die Kaiserslautern Pikes (rote Trikots) ließen den 1844 Sacristans kein Platz zum schwimmen. Am Ende gingen die Messdiener mit 19:49 unter. Bild: Jürgen Schwendemann

Die Hechte aus der Pfalz zeigten von Beginn an, dass sie eines der stärksten Teams in der diesjährigen Regionalliga Mitte und als Favorit anzusehen sind. Mit ihrem kraftvollen Laufspiel machten sie Freiburg große Probleme.  Die Offense um Ligatopscorer Eric Walton konnten die Messdiener nie wirklich unter Kontrolle bringen. Und offensiv brachten die Sacristans zunächst keinen Fuß auf den Boden. „Die Pikes haben uns heute unsere Grenzen aufgezeigt und verdient gewonnen“, so Headcoach Jochen Kern. „Für uns war das ein lehrreiches Spiel, da die Pikes im vergangenen Jahr noch da gespielt haben, wo wir ja auch mittelfristig spielen wollen.“ Man müsse bis zum nächsten Spiel Ende Mai zu Hause gegen Ravensburg die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen und nicht an den eigenen Stärken zweifeln. „Wir müssen unser System nicht in Frage stellen. Wir haben gegen einen starken Gegner gespielt, der besser war.“

Den Punktereigen für die Hausherren eröffnete Quarterback Dennis Rohleder mit einem 1-Yards-Lauf zum 7:0 Anfang des ersten Spielviertels (alle Zusatzkicks Kaiserlautern von Holger Neumann). Im zweiten Viertel erhöhte Rohleder mit einem 48-Yard-Pass auf Pascal Koch, ehe Eric Walton mit einem 4-Yard-Lauf auf 21:0 erhöhte. Freiburg hatte versucht durch das in den ersten beiden Spielen gute Laufspiel zu attackieren. Die Pikes hielten druckvoll dagegen und nun lag der Erfolg für die Sacristans im Passspiel. Mit dem letzten Spielzug der ersten Hälfte verkürzten die Messdiener. Quarterback Sebastian Funk bediente Wide Receiver Daniel Bolze mit einem 9-Yard-Pass in der Endzone (Zusatzkick Konrad Wehrle). Mit 7:21 aus Sicht der Freiburger ging es in die Pause.

Im dritten Quarter waren es wieder Dennis Rohleder (1-Yard-Lauf) und „Laufmaschine“ Eric Walton (15-Yard-Lauf), die das Ergebnis auf 35:7 hochschraubten. Freiburg war bemüht, konnte aber nicht dagegenhalten.
Erst im letzten Spielabschnitt kamen die Sacristans wieder zu Punkten. Ein 14-Yard-Pass von Sebastian Funk auf Jan Winkler sorgte für das 13:35 (Zusatzkick geblockt). Die Pfälzer waren immer noch hungrig und schlugen postwendend zurück. Dennis Rohleder warf einen 27-Yard-Pass auf den freien Timo Grieser zum 42:13. Daniel Bolze erzielte im Gegenzug das 19:42 (Zusatzversuch  misslingen). Sebastian Funk hatte ihn mit seinem dritten Touchdownpass über 38 Yards bedient. Den Abschluss setzten dann die Pikes. Hazim Thomas fand aus 4 Yards den Weg in die Endzone zum 49:19-Endstand.
Für die Sacristans ein ernüchterndes Spiel, dass auch körperlich Spuren hinterließ. Von daher kommt die dreiwöchige Spielpause zur Regeneration sehr gelegen. Bis zum 28. Mai wollen sich die Freiburger auf die gut eingestellten Ravensburg Razorbacks vorbereiten und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.