Die beiden Teams haben zuletzt unterschiedliche Erfahrungen gemacht: Die Panther kassierten vor ihrem spiellfreien ersten Juni-Wochenende eine derbe 10:34-Klatsche in Dresden – nachdem sie zuvor im Heimspiel gegen die Monarchs und in den beiden Partien gegen die Hamburg Blue Devils insgesamt satte 168 Punkte erzielt hatten. „Das hat uns selbstverständlich verunsichert“, gibt Ex-NFL-Profi Jenkins zu, „allerdings sind solche Leistungsschwankungen bei einer jungen Mannschaft wie unserer normal.“ Deshalb wird der ehemalige NFL-Profi an seinem Konzept nichts ändern: „Wir haben schließlich in den anderen Spielen gesehen, dass wir damit Erfolg haben können.“
Personell kann die Panther-Offense zudem aus dem Vollen schöpfen – im Gegensatz zu ihren Kollegen von der Defensivabteilung. Lucas Müller ist in dieser Woche an der Schulter operiert worden und fehlt ebenso wie Tommy Fraser (ebenfalls Schulter) und Jonas Kronenberg (Knieverletzung). Außer diesem Trio waren auch Denis Letkemann und Peter Mayer (beide Knieprobleme) beim Training nur Zuschauer, ihr Einsatz wird sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden. Dafür sollen Defenseliner Simon Gavanda (Ex-Stuttgart Scorpions) und Linebacker Dennis Kühn (früher Assindia Cardinals) zwei Neu-Düsseldorfer gegen die Lions endlich ihre Panther-Premiere geben: Beide haben ihre Wechselsperre von fünf GFL-Spielen abgebrummt und freuen sich natürlich auf ihr Debüt vor den heimischen Panther-Fans.
Die beiden Newcomer sind nicht nur aufgrund der angespannten Personalsituation gleich besonders gefordert. Sondern auch, weil die Braunschweiger nach nur mäßigem Saisonstart ausgerechnet vorige Woche gegen die Lübeck Cougars ihr (vor allem Offensiv-) Potenzial erstmals ausgeschöpft haben. Beim 51:17 gegen den Aufsteiger erzielten die ‚Löwen‘ sieben Touchdowns und insgesamt 452 Yards Raumgewinn. Gefährlichster Passempfänger der Niedersachsen ist Christian Bollmann, der im Mai sogar von den anderen Lions, dem NFL-Team in Detroit, zu einem Probetraining eingeladen worden war. Mit dem Dänen William Ngaoudjio. Jacob Schridde und Niklas Steinhagen verfügt US-Quarterback Michael Herrick aber über weitere gute Receiver, zudem gehören kurze Pässe zu den beiden Runningbacks Jabari Johnson und Sven Rosemann zu den bevorzugten Angriffswaffen der Braunschweiger.
Vor allem der bereits 32-jährige ‚Löwe‘ mit der Nummer eins ist den Panthern ein Begriff: Im Vorjahr erlief Jabari Johnson beim deutlichen 34:7 der Düsseldorf in nur 15 Rushes immerhin 109 Yards. Außer ihm und Quarterback Herrick haben die Lions mit Wide Receiver Solomon Sheard, Defensive Back und Returner Ronald Sears, Linebacker Reid Worthington, und den dem erst vor zehn Tagen geholten WR/DB Nick Alexander Jones (der einen britischen Pass hat) weitere US-Boys unter Vertrag. Als Alternative für die Spielmacherposition steht zudem Ex-Nationalspieler Mike Friese parat, nach Aussage von Lions-Headcoach und Managing Director Phil Hickey schlicht „der beste deutsche Quarterback“. Da er zudem Quarterback-Coach der deutschen Nationalmannschaft ist, sollte der 47-jährige Kalifornier wissen, wovon er redet . . . Die altgedienten Panther-Fans haben an Hickey übrigens allerbeste Erinnerungen: In diesem Herbst genau vor 20 Jahren gewannen die Düsseldorfer ihren vierten deutschen Meistertitel – mit 24:23 in einem dramatischen Finale gegen die Munich Cowboys mit Spielmacher Hickey.
Vor dem GFL-‚Lokalderby‘ steigt das Düsseldorfer Duell der GFL Juniors, zu dem die Panther Rookies die Typhoons erwarten. Daher sind die Eintrittspreise mit Blick auf den Familientag – die Kinder, die in den Offenen Ganztagsschulen Flag-Football lernen sind zu Gast - gestaffelt. Für die Besucher des Rookies-Spiels, erfahrungsgemäß in erster Linie Eltern, Geschwister und Freunde der Akteure, ist der Eintritt bis 12 Uhr frei. Von 12 ist 14 Uhr kosten die Tickets 8 Euro, ab 14 Uhr wird der volle (Einheits-) Eintrittspreis von 10 Euro für alle Sitz- oder Stehplätze erhoben. Bitte beachten, dass der Eintritt ausschließlich über den Parkplatz Bayreuther Straße möglich ist. Es ist freie Platzwahl, allerdings müssen für das GFL-Spiel müssen die Dauerkartenplätze in der Tribünenplätze für die Inhaber der Saisonkarten freigemacht werden.
