Allerdings ist das Team von Chef-Panther James Jenkins nach dem starken Auftritt der ‚Blauen‘ in der ersten Hälfte in Düsseldorf, in der die Gäste mit 21:7 und 28:14 zweimal klar führten, gewarnt. „Sie haben eine gut ausgebildete Mannschaft, die von (Devils-Cheftrainer) Max (von Garnier) perfekt vorbereitet wird, das wird ein harter Brocken“, weiß nicht nur Offenseliner Raphael Llanos-Farfan. Der mit 202 Zentimetern größte Panther weiß allerdings auch, dass alles andere als der dritte Saisonsieg für sein Team eine böse Überraschung wäre. „Wenn wir unsere Leistung bringen und den Gegner nicht unterschätzen, sind wir natürlich Favorit.“
Was Ober-‚Teufel‘ Max von Garnier genauso sieht: „Wir haben das Potenzial, um mit jedem Gegner in der GFL eine ganze Zeit lang mitzuhalten und den ein oder anderen sogar ziemlich lange zu ärgern“, sagte der frühere Klasse-Receiver, der außer in Hamburg auch in der deutschen Nationalmannschaft, der Europa- und der Weltauswahl als Coach arbeitet, muss aber auch gestehen: „Aber um das Tempo und die Intensität der Spitzenteams über die vollen vier Viertel mitzugehen, dafür fehlt uns noch einiges an Tiefe im Kader.“ Sicher ist: Die Panther, die bis zum 21:31-Rückstand zur Pause mit der ungewohnten, (durch die Verletzung von Star-Runningback Try Cooper zwangsweise) pass-lastigen Offense der Hamburger viele Probleme hatten, müssen erneut mit taktischen Tricks des Neulings rechnen.
Nur so viel verriet von Garnier gleich nach dem Hinspiel über seine Überlegungen: „Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um den Ball länger zu halten und die Düsseldorfer Offense länger vom Platz zu halten.“ Denn die ist derzeit kaum zu bremsen: Satte 473 erlaufene Yards standen gegen die Blue Devils zu Buche bei 43 Rushes, alleine der Ex-Hamburger David McCants schaffte 229 Yards: „Wir haben immer darauf gewartet, dass sie die Deckung umstellen“, erinnert sich Llanos-Farfan, „aber so sind wir eben immer weiter gelaufen.“ Insgesamt erzielten die Raubkatzen 552 Yards Raumgewinn – kassierten aber auch 525 Yards der ‚Teufel‘, ehe denen im Schlussabschnitt die Kräfte ausgingen. „Wir müssen sie diesmal früher stoppen“, gibt Assistenzcoach Wolfgang Best die Richtung zum erhofften dritten Sieg der Spielzeit vor.
