Die Essener schafften 2009 den direkten Durchmarsch von der dritten über die zweite Liga bis in die German Football League, vermasselten damit auch den Panthern den erhofften Aufstieg in die GFL und schafften in ihrer ersten Spielzeit nach der Rückkehr ins Oberhaus prompt den Klassenverbleib. Ihr Angriffsspiel ist sehr lauflastig mit US-Boy Jimmy ‚Mike‘ Malone, die wenigen Pässe, u.a. auf den amerikanischen Receiver Louis Lee, kommen dann wie Nadelstiche dazwischen. Gegen München standen nur 16 Passversuche den 32 Läufen gegenüber. Zur Abwehr der Cardinals passt am ehesten das wertfreie Prädikat ‚extrem körperbetont‘.
Die Videos der Essener Niederlage gegen die Cowboys haben die Panther intensiv studiert und sich entsprechend vorbereitet. „Wir gehen nach Wiesbaden natürlich sehr selbstbewusst in die Partie“, sagt Hanselmann, ohne den Sieg in der hessischen Landeshauptstadt überbewerten zu wollen: „Schließlich war das letztlich bis zum Schluss eine enge Kiste, 17 Punkte beim Football sind kein sicheres Ruhekissen.“
Wie schnell eine scheinbar sichere Führung und damit ein Spiel verloren gehen kann, mussten die Essener in ihrem ersten Saisonspiel erfahren. In der Endphase verspielten die Cardinals gegen die Munich Cowboys trotz einer überragenden Abwehrleistung - auch der erste Touchdown war ein abgefangener und über 92 Yards zurückgetragener Pass - einen 15:10-Vorsprung und unterlagen den Münchnern nach zwei bitteren Fumbles der Offense noch mit 15:18.
Ähnliche Ballverluste leisteten sich die Düsseldorfer auch in Wiesbaden – blieben aber unbestraft. „Das ist eine unserer Aufgaben“, erklärt Hanselmann, „diese Fumbles zu vermeiden.“ Allerdings ist natürlich gerade eine junge Mannschaft etwas anfälliger, gerade wenn ein junger Spielmacher unter Druck gerät. „Aber insgesamt hat Robert (Demers) eine sehr gute Partie hingelegt“, lobt sein Cheftrainer den Panther-Quarterback und tröstet: „Solche Fumbles passieren selbst in der NFL, sie sind irgendwie Teil des Spiels.“
Personell plagen die Panther keinerlei Sorgen: „Ich habe die volle Besatzung wie in Wiesbaden dabei“, sagt Hanselmann.
Infos
Assindia Cardinals – Düsseldorf Panther
Samstag, 23. April, 2011, Kick-off: 15 Uhr
Sportpark Am Hallo, Essen-Stoppenberg; 3.500 Zuschauerplätze
Tickets: € 9,50, Ermäßigte € 4,--
