Nach dem 17:0 im ersten Aufeinandertreffen mit dem Mit-Aufsteiger aus dem Süden sind die Düsseldorfer am Sonntag Favorit – auch das ein extrem ungewohntes Gefühl für die junge Truppe von Cheftrainer Martin Hanselmann. „Es darf uns allen aber auf keinen Fall passieren, dass wir das Spiel zu leicht nehmen“, warnt der Panther-Headcoach, „es muss allen, dem Umfeld und den Fans, genau wie meinen Spielern, bewusst sein, dass die Partie gegen die Phantoms das nächste wichtigste Spiel der Saison wird.“
Die besondere Bedeutung misst Hanselmann der Begegnung deshalb zu, weil das die vorerst letzte – zumindest vergleichsweise einfach – lösbare Aufgabe ist. Mit dem deutschen Meister Kiel Baltic Hurricanes, dessen Vorgänger und amtierenden Eurobowl-Champion Berlin Adler und den hoch ambitionierten (und mit teuren US-Stars gespickten) Dresden Monarchs folgen dann die dicken Brocken für den Aufsteiger. „Deshalb wär ein Sieg gegen Wiesbaden für den Kopf und das Selbstbewusstsein überaus wichtig“, betont der Panther-Dompteur und: „Wenn wir sechs Punkte hätten, wären wir natürlich noch nicht endgültig gerettet, aber erst einmal ein gehöriges Stück von den Abstiegsplätzen weg.“
Die Gäste ihrerseits stehen schon fast mit dem Rücken zur Wand, nachdem sie nach ihrem überraschenden Remis zum Auftakt in Stuttgart nun drei Spiele in Folge verloren haben, darunter mit 7:10 das Duell mit dem anderen Aufsteiger Saarland Hurricanes am vergangenen Wochenende. „Die werden mit allen Mitteln fighten“, erwartet Hanselmann eine verbissene Auseinandersetzung.
Die Voraussetzungen sind zwar nicht optimal, aber insgesamt hat sich die Personalsituation ein wenig entspannt. Runningback Steve Coles und die beiden Nationalspieler Hannes Irmer und Sebastian Schönbroich haben ihre Verletzungen auskuriert und können wieder mitmischen. Während die Offense durch Irmers und Coles‘ Rückkehr wieder in Bestbesetzung auflaufen kann, fehlen der Defense drei bewährte Kräfte. Die beiden Linebacker Fabian Hahn (Muskelfaserriss in der Wade) und David Wallen (Daumenverletzung) müssen noch mindestens vier Wochen zuschauen, Defensive Back Ahmad Spidle wird wegen seiner Knie-Probleme (Außenbandanriss) auf jeden Fall noch gegen Wiesbaden geschont.
Trotzdem gibt sich der Cheftrainer zuversichtlich: „Wenn wir hundertprozentig konzentriert unsere Leistung bringen, sollte es für ein erfolgreiches Heimdebüt reichen. Und dann können wir davon sprechen, dass wir wieder ein GFL-Team sind.“
