Panther haben nach Absturz bei den Adlern nun Endspiel um die Play-offs

Nun gibt es ein ‚Endspiel‘ um den Einzug in die Play-offs. Nach der 21:42 (7:14, 0:7, 7:7, 7:14)-Niederlage der Düsseldorf Panther bei den Berlin Adlern fällt erst im letzten Heimspiel der Saison am kommenden Samstag die Entscheidung, ob der sechsmalige deutsche Meister wieder in die Play-offs einzieht.

Mit einem Sieg gegen die Berlin Rebels, die das Hinspiel mit 27:13 für sich entschieden hatten, wären die Panther auf jeden Fall Vierter der German Football League und müssten zum Viertelfinale zum designierten Südmeister und amtierenden deutschen Meister Schwäbisch Hall Unicorns fahren. „Wir werden noch einmal alles geben, um unseren Fans einen gelungenen Saisonausklang zu bereiten“, sagt Offenseline-Coach Sascha Al-Agha kämpferisch.

 

Allerdings: Viel vorgenommen hatten sich seine Schützlinge auch beim Gastspiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, in dem am 13. Oktober das diesjährige Endspiel um Germanbowl XXXIV steigt. Die erste Angriffsserie gelang den Düsseldorfern auch sehr gut, David McCants schloss sie mit seinem 21. Touchdown der Saison ab. Doch die Adler, die wegen eines Todesfalls in der Familie auf Alex Good, ihren Quarterback Nummer eins verzichten mussten, schlugen postwendend zurück. Mit nur zwei Spielzügen über 72 Yards kamen sie geradezu spielerisch leicht zum Ausgleich. Und legten schnell nach: US-Allrounder Conrad Meadows fing einen Pass von Robert Demers („das war für unser Spiel eher kontraproduktiv“) ab und brachte die Berliner in Führung. Die sie nicht mehr abgaben. „Die Interception hat uns völlig aus Rhythmus gebracht“, analysierte Panther-Headcoach James Jenkins nachher, „die Offense hat einfach nicht mehr geklickt.“

 

Die Düsseldorfer Defense hielt bis zur Pause noch einigermaßen stand, doch in der Offense verhinderten „viele kleine Fehler“, so Cheftrainer Jenkins,  dass „wir richtig ins Rollen kamen“. „Wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben“, ärgerte sich Panther-Nationalspieler Sebastian Schönbroich, „wir haben einfach nicht das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten.“ So war die Partie schon kurz nach der Pause beim 28:7 für die Adler entschieden, nachdem Runningback Jimmy Lee Malone, im Vorjahr noch bei den Assindia Cardinals, zwei Angriffsserien der Gastgeber durch zwei kurze Läufe erfolgreich abgeschlossen hatte.

 

Nach dem Touchdown von Estrus Crayton zum 14:28 keimte noch kurz ein wenig Hoffnung auf eine Wende auf. Doch die zerstörte Berlins Zweit-Spielmacher Tobias Brüning, der zum ersten Mal seit dem von den Adlern gewonnen Endspiel 2010 wieder ran durfte, höchstpersönlich mit seinem Touchdown. „Berlin war heute besser“, erkannte Panther-Quarterback Robert Demers an. Bezeichnend für die Probleme des Düsseldorfer Angriffs war der dritte Touchdown der Gäste. Kurz vor der Berliner Endzone klappte die Ballübergabe von Demers an McCants nicht, das Leder rollte herrenlos in die Endzone. Dort erobert Offenseliner Marius Mohr das Ei zu seinem ersten GFL-Touchdown – der für den 19-jährigen aber nur ein schwacher Trost war.