Vor 3.280 Zuschauern hatte Neu-Panther David McCants die Panther nach einem Pass von Spielmacher Robert Demers zwar in Führung gebracht. Dann punkteten jedoch lange Zeit nur noch die Gastgeber, die ihre Favoritenrolle (zumindest) in der Nordgruppe der GFL eindrucksvoll unterstrichen. Außer durch das Passspiel über Quarterback Jeff Welsh scorten die Wirbelwinde auch durch ihre Defense und die Special Teams. So brachte ein zu hoher Snap vor einem Punt, der über die Panther-Endzone hinweg flog, einen (zwei Punkte zählenden) Safety für Kiel, den anschließenden Free Kick trug Trevar Deed, der neue us-amerikanische Runningback der Baltic Hurricanes zum Touchdown zurück.
Der 7:14-Rückstand kurz vor der Pause schien für die Gäste noch nicht uneinholbar. Doch die – eigentlich sehr schöne – Angriffsserie der Düsseldorfer im zweiten Viertel endete mit einer Interception durch Lansana Teuber, dem das selbe bereits beim (vom Fördeteam mit 29:10 gewonnenen) Kieler Gastspiel in Düsseldorf im Sommer 2011 gelungen war. So bauten die Hausherren ihren Vorsprung noch vor der Pause auf 21:7 aus. Und anschließend mussten die Gäste schnelle feststellen, dass aus der erhofften Aufholjagd wohl nichts mehr würde. Der Kickoff zum dritten Quarter wurde durch Deed bis kurz vor die Endzone der Gäste returniert, kurz darauf war beim 28:7 für die Wirbelwinde schon alles für die ausgebufften Nordlichter entschieden.
Durch einen 50-Yard-Pass von Demers auf Niklas Römer verkürzte der sechsmalige deutsche Meister noch einmal auf 14:28, ehe die ‚Canes‘ mit drei weiteren Touchdowns noch im dritten Viertel alles klar machten. Nur noch Ergebniskosmetik war da der 3-Yard-Lauf von Marcel van Eck zum 21:49-Endstand. Nur ein schwacher Trost war da das Lob von Kiels Cheftrainer Patrick Esume: „Düsseldorf hat viel Talent und Potenzial, sie werden über den Verlauf der Saison stärker werden“, prophezeite der Kieler Headcoach.
