Pflichtsieg für die Adler

Am Ende konnte man im Lager der Berlin Adler zufrieden sein. Nach dem 31:13-Sieg über die Cologne Falcons ist man weiter auf dem Weg in die Playoffs. Allerdings war es eine recht einseitige Partie im Stade Napoléon, die in der zweiten Halbzeit immer mehr verflachte ...

Das Stade Napoléon mag nicht für jeden eine angemessene Heimstätte für das GFL-Team der Berlin Adler sein. Aber es ist zumindest ein Ort für Erfolge. Denn auch die zweite Partie, die ersatzweise auf dem Traingsgelände ausgetragen werden musste, endete mit einem Sieg. Gegen die Cologne Falcons gewann die Mannschaft von Head Coach Wanja Müller mit 31:13 und holte damit Saisonsieg Nummer sechs. "Wir mussten heute gewinnen. Wir haben das Spiel super angefangen, sind gut rausgekommen. Zwischendurch haben wir ein paar Konzentrationsschwächen gehabt, was vielleicht auch damit zusammenhing, dass wir schnell hoch in Führung gegangen sind," war die erste Bilanz von Müller nach der Begegnung. Im Gegensatz zu den bisherigen Saisonspielen legten die Hausherren zum ersten Mal vor und zwangen so den Gegner zum reagieren und ließen ihn weniger agieren. "Das war für uns durchauseine ungewohnte Situation", schmunzelte Müller dann auch nach dem Aufeinandertreffen. "Es war ein schöner Sieg, aber jetzt kommt dann auch ein Hammer mit Braunschweig."


Auch wenn es am Ende ein klarer Erfolg gegen die Rheinländer war, so bleibt auch nach dem elften GFL-Spiel in diesem Jahr die Feststellung, dass die Mannschaft ihr Potential noch nicht erreicht hat. Immer noch schlichen sich Fehler ins Spiel ein, gestatteten sich die Spieler zu viele Fouls, welche das Team immer wieder aus Rhythmus und Spielfluss brachten. Die beiden Touchdowns der Gäste waren dann auch mehr auf diese Unkonzentriertheiten zurückzuführen als auf ein mögliches Comeback der Falcons. "Das eine war ein Trickspielzug, da haben wir uns klar überraschen lassen. Das passiert hier und da. Da lernen die Jungs auch draus", so Müller. Wenn etwas wirklich negativ zu Buche schlug, dann die kleinen „Nicklichkeiten“ im Team während des Spiels. "Wir müssen endlich damit anfangen, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen und nicht mit dem, was der Gegner macht", erklärte QB Kevin Ramay nach dem Spiel.


Der Erfolg hat bekanntlich immer viele Väter. Das war in der Partie gegen Köln auch nicht anders. So konnte Kevin Ramay endlich einmal wieder sein flexibles Spiel aufziehen, bediente nicht nur seine Passempfänger mustergültig, sondern erlief auch das eine oder andere First Down selbst. "Köln hat mir mehr Möglichkeiten gegeben, mein Spiel zu machen. Meine Line hat mir aber auch immer wieder schön die Wege freigeblockt. Und ich hatte auch immer wieder Zeit, das Spiel zu lesen und die verschiedenen Optionen zu checken", sagte Ramay. Und wenn er mal nicht die gute Arbeit seiner Linemen in Anspruch nehmen musste, sorgten diese dafür, dass RB Larry Croom die nötigen Lücken in der Verteidigung der Falcons bekam. Die schnelle Führung sorgte dann auch dafür, dass nicht Spieler wie Conrad Meadows frühzeitig geschont werden konnten, sondern auch immer wieder die Backups wertvolle Spielpraxis sammeln durften. Dass hieraus dann der zweite Touchdown der Domstädter resultierte, war dann nur logisch und auch verständlich. "Klar, dass Köln dann punktet. Köln ist keine schlechte Mannschaft. Die haben den Ball das ganze Jahr schon gut bewegt, auch wenn sie so viele Spiele verloren haben", zollte Müller dem Spiel des Gegners Respekt.


Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von TE Florian Pawlik waren es dann WR Pascal Heck und WR Danilo Naranjo Gonzalez, die für Punkte auf der Anzeigentafel sorgten. Vor allem Gonzalez findet nach seiner Genesung und der Rückkehr ins Team zur Saisonmitte immer besser ins Spiel. Seine beiden Touchdowns sind dann auch ein sicheres Zeichen, dass er immer mehr zu seiner alten Stärke zurück findet. "Der Ausfall von Florian ist ein herber Verlust, den wir heute aber auch sehr gut kompensiert haben", lobte der Cheftrainer das Auftreten der anderen Spieler.