Phantoms beim Meister chancenlos

Genau 24 Spielminuten brauchten die gastgebenden Unicorns vor 1.000 Zuschauern im heimischen Hagenbachstadion, um klare Verhältnisse zu schaffen. Angeführt von ihrem US-Spielmacher Jake Spitzlberger erspielte sich der amtierende deutsche Meister eine klare 35:7 Halbzeitführung und ließ erst gar keine Hoffnungen auf Seiten der Phantoms zu, man könne nach dem Sensationssieg über Stuttgart einen zweiten Coup binnen einer Woche landen. Dem Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber hatten die tapfer kämpfenden Phantoms lediglich einen Endzonen-Besuch von Randall Payne zum zwischenzeitlichen 21:7 (Extrapunkt Kreuzer) entgegenzusetzen.

Ansonsten demonstrierte Spitzlberger vor allem im Zusammenspiel mit seinem Landsmann Fritz Waldvogel, dass er gewillt ist, seine Unicorns erneut ins Finale zu führen. Drei Mal erlief er in der ersten Halbzeit selbst einen Touchdown, die beiden übrigen Angriffsserien schloss Waldvogel auf Zuspiel von Spitzlberger erfolgreich ab.

 

„Wir haben alles versucht. Müssen aber im Nachhinein anerkennen, dass uns die Unicorns in der ersten Halbzeit um Längen voraus waren. Die Jungs haben gut gekämpft, aber heute war mehr einfach nicht drin. Gefallen hat mir, dass wir trotz des aussichtslosen Rückstands gerade in der zweiten Hälfte den Ball ganz gut bewegt haben. Aber letztlich fanden wir gegen Spitzlberger und Co. einfach keine Mittel, das Ergebnis freundlicher zu gestalten. Der Sieg der Mannschaft von Siggi Gehrke geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung“, befand Sven Gloss nach dem Spiel.

 

Nachdem Fritz Waldvogel mit Beginn der zweiten Halbzeit ebenfalls zu seinem dritten Touchdown kam, natürlich auf Zuspiel von Spitzlberger, durfte sich Richard Edens über seinen siebten Saison-Touchdown freuen und verkürzte nach Pass von Kevin Brüngel auf 42:14 (Extrapunkt Kreuzer). Thomas Hambalek nach Pass von Spitzlberger und zu guter Letzt der lauffreudige Unicorns-Spielmacher nochmal selbst schraubten das Ergebnis noch im dritten Spielviertel auf 55:14, bevor Tim Matthießen seine diesjährige Premiere in einer gegnerischen Endzone mit einem kurzen Lauf feiern konnte und vor dem letzten Seitenwechsel das Endergebnis herstellte.

 

Die verbleibenden zwölf Spielminuten wurden von beiden Mannschaften genutzt, ihre Nachwuchsspieler auf die bevorstehenden großen Aufgaben vorzubereiten und verliefen in einem fair geführten Spiel ohne nennenswerte Höhepunkte oder gar zählbare Erfolge.

 

„Natürlich hätten wir gerne besser ausgesehen. Aber eine Aufholjagd wie noch im Vorjahr gelingt gegen eine Spitzenmannschaft wie die Unicorns nicht in jeder Saison. Sie sind die noch immer beste Mannschaft in Deutschland und für uns waren die kleinen Teilerfolge wichtig, die sich zwar im Ergebnis nicht widerspiegeln, die wir aber in die Vorbereitung auf die Spiele in Saarbrücken und Rothenburg mitnehmen können“, verweist Sven Gloss auf die beiden bevorstehenden Auswärtsspiele seiner Mannschaft. Schon am kommenden Wochenende wartet das wegweisende Duell bei den Saarland Hurricanes (7:35 in München), die derzeit lediglich einen Punkt vor den Phantoms in der Tabelle liegen. Da werden die Teilerfolge gegen die Ausnahmemannschaft aus Schwäbisch Hall vielleicht eine gewichtige Rolle spielen.