Pikes mit hauchdünnem Sieg gegen Albershausen Crusaders

Bis zuletzt Stand das Heimspiel der Kaiserslautern Pikes in der American-Football Regionalliga Mitte gegen die Albershausen Crusaders auf des Messers Schneide. Mit einem hauchdünnen 35:34 siegten die Pikes gegen einen in der Offensive wie entfesselt aufspielenden Aufsteiger aus Schwaben. Dabei waren die Gastgeber als Tabellenführer eigentlich als haushoher Favorit ins Spiel gegangen.

Dass die Pikes an diesem Tag ein massives Problem mit dem starken Passspiel von Albershausen haben würden, deutete sich bereits in der ersten Angriffsserie der Gäste an, die sie mit dem Touchdown zum 0:7 abschlossen. Es war auch der Auftakt zu einem herausragenden Spiel des jungen Albershausener Quarterbacks Hannes Nickl. Fast nach Belieben verteilte er die Bälle auf seine Receiver. Ohne deren Leistung schmälern zu wollen, mussten sie die punktgenauen Bälle nur noch aus der Luft pflücken. So fand der Albershausener Quarterback selbst dann die Lücken, wenn die phasenweise indisponierte Lauterer Defense auf dem Posten war. „Das war das beste Passspiel, das wir in dieser Saison zu sehen bekommen werden“, zeigte sich der Lauterer Defense-Coordinator Stefan Heiler beeindruckt vom Offensivpotenzial der Gäste.

Doch auch der Angriff der Pikes hatte immer wieder eine Antwort parat und brannte in Person von Runningback Eric Walton ein offensives Feuerwerk ab. Es brauchte bei drei der vier Touchdowns des wieselflinken und wendigen US-Amerikaners nur wenige Anläufe, bis er aus der eigenen Hälfte startend die Endzone der Crusaders erreichte. Walton selbst stellte seine Leistung mit insgesamt mehr als 300 erlaufenen Yards in den Dienst der Mannschaft und gab bescheiden zu Protokoll: „So eine Leistung kann ich nicht alleine bringen. Ich muss mich bei meiner Offense-Line bedanken, die klasse geblockt hat.“

So entwickelte sich für die 450 Zuschauer am Schulzentrum Süd ein Kopf-an-Kopf Rennen zweier Mannschaften, die in der offensive beinahe schalten und walten konnten, wie sie wollten – die Pikes mit ihrem Laufspiel und die Crusaders mit ihrem an chirurgische Präzision grenzenden Passangriff. Dabei hatte sich der Tabellenführer aus der Pfalz bis zur Pause den einen Punkt Vorsprung erspielt, der am Ende das Spiel entscheiden sollte. Denn nach Touchdowns von Eric Walton (2) und einem weiteren von Quarterback Denis Rohleder führten die Gastgeber mit 21:14, als Albershausen Sekunden vor dem Pausenpfiff auf 21:20 verkürzte. Der Extrapunkt wurde allerdings verfehlt. Und die fehlende Sicherheit beim kicken sollte sich für die Schwaben rächen.
Zwar konnten sie den fehlenden Punkt in der zweiten Hälfte mit einer erfolgreichen Two-Point-Conversion wieder aufholen. Doch beim entscheidenden Extrapunktversuch, nachdem die Crusaders im letzten Viertel verdient mit 34:28 in Führung gegangen waren, flatterten dem Kicker erneut die Nerven und der Ball verfehlte das Ziel. In Person von Eric Walton, der seine Bilanz von etwa 300 erlaufenen Yards mit dem vierten Touchdown zum 35:34 krönte, hatten die Pikes abermals eine Antwort parat. Danach gelang es der Lauterer Verteidigung, den Angriff der Gäste zu stoppen. Mit noch etwa zwei Minuten verbleibender Spielzeit brauchten die Pikes noch zwei neue First Downs, um die Zeit ablaufen zu lassen und den hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt nach Hause zu schaukeln.

„Ein Sieg ist ein Sieg, auch wenn das heute zeitweise frustrierend war“, gab sich Pikes-Cheftrainer Jason Nowlin zerknirscht und dennoch glücklich darüber, dass seine Mannschaft mit einem blauen Auge davongekommen war. Die Trainingswoche will er nun nutzen, um intensive Fehleranalyse zu betreiben und an der Passverteidigung zu arbeiten. Die Aufgabe der Albershausen Crusaders wird es sein, nach einem Weg zu suchen, das Lauterer Laufspiel zu stoppen. Wer seine Hausaufgaben besser gemacht hat, ist bereits am kommenden Sonntag zu beobachten. Dann treffen beide Mannschaften bereits zum Rückspiel aufeinander.