Rasante Hitzeschlacht im Süden

Ein unterhaltsames Spiel, in dem die Stuttgart Scorpions beinahe das fast unmögliche möglich machten, endete in einem 52:30 (35:14) Sieg für die Dresden Monarchs. Beide Mannschaften kämpften mit der großen Hitze an diesem Tag und den schlechten Feldbedingungen im Esslinger Georgi-Stadion, in das die Begegnung verlegt werden musste.

Rund 350 Fans kamen trotz des ungewohnten Austragungsortes zu dem letzten Heimspiel der Stuttgarter in der GFL-Saison 2010. Den Gästen aus Dresden gelang ein Blitzstart im ersten Viertel der Begegnung. Jedes Mal, wenn ihr Angriff den Ball bekam, befand dieser sich wenig später in der gegnerischen Endzone und so liefen die Scorpions schon früh einem 21:00 Rückstand hinterher. Besonders anfällig war die Verteidigung gegen den Passangriff der Gäste, denen fünf der sieben Touchdowns durch die Luft gelangen.

 

Mit Beginn des zweiten Viertels nahmen dann auch die Hausherren an der Punktevergabe mit teil. Jermar Jackson erlief die ersten Punkte in diesem Spiel. Die Extrapunkte verwandelte wie gewohnt Sascha Wurster. Doch zu diesem Zeitpunkt fand die Verteidigung noch kein Mittel den Angriff des Gegners wirkungsvoll zu stoppen, so dass die Dresdner auch nach einem weiteren Touchdown durch Timo Müller immer wieder eine Antwort fanden. Zur Halbzeit bestand beim Stand von 14:35 somit immer noch der 21-Punkte Rückstand. 

 

Das kommende Viertel gehörte jedoch komplett den Stuttgart Scorpions. Zwar zogen die Monarchs gleich zu Beginn noch weiter davon, so dass jeder wohl dachte, dass das Spiel nun beendet sei. Durch Touchdowns von Fabian Weigel und Jermar Jackson und einer starken Leistung der Verteidigung, war die Mannschaft beim letzten Seitenwechsel wieder auf Schlagdistanz herangekommen. Doch im letzten Viertel des Spieles schafften es die Dresdner in diesem hart umkämpften Spiel endgültig den Sack zuzumachen. Mit 52:30 konnten sie letzten Endes einen für sie sehr wichtigen Sieg einfahren, um das Minimalziel Playoff-Teilnahme noch zu erreichen.

 

Das Fazit der Trainer war recht schnell gezogen. „Wenn man sich im ersten Viertel so überlaufen lässt vom Gegner, wird es immer schwer“ resümiert Matthias Mecherlein, Head Coach der Stuttgart Scorpions nach dem Spiel. „Der Angriff hat gezeigt, dass wir gegen diesen Gegner zu Punkten kommen. Allerdings ist es schwer, wenn man fünfmal den Ball verliert, auch wirklich am Ende mit einem Sieg vom Feld zu gehen.“ Das Positive, das alle aus diesem Spiel mitnehmen, ist, dass die Mannschaft schon am nächsten Wochenende die Möglichkeit hat zu zeigen, wie es besser geht.