Nun erwartet Sven Gloss von seinen Phantoms nicht nur eine deutliche offensive Leistungssteigerung, sondern auch das Nutzen der sich bietenden Chancen auf eigene Punkte. Im Helmut-Schön-Sportpark hatte man gegen die Panther gleich reihenweise solche Möglichkeiten auf Punkte liegen lassen und musste sich unerwartet deutlich geschlagen geben.
„Wir arbeiten jede Woche im Training an unserem Sorgenkind. Es muss einfach nur mal Klick machen. Die Jungs müssen lernen, ihre Plays zu machen. Auch dann, wenn wir kurz vor eigenen Punkten stehen. Daran haperte es in den letzten drei Spielen. Wir können den Ball bewegen, aber wir müssen endlich auch wieder mehr Punkte auf die Anzeigetafel bringen.“, so Sven Gloss, der mit seinem Trainerstab in der vergangenen Woche Ursachenforschung betrieben hat. „Alles lässt sich trainieren und erarbeiten. Auch die Effektivität kurz vor der gegnerischen Endzone!“
Ganze 14 Punkte insgesamt waren es in den vergangenen drei Spielen gegen Düsseldorf, Schwäbisch-Hall und zuletzt in Saarbrücken, die von der Offense erzielt wurden. Vor allem die 7:10 Niederlage im Saarland in der vergangenen Woche war sehr schmerzhaft im Hinblick auf den bevorstehenden Abstiegskampf für die junge Truppe, die mit einem starken 17:17 beim Play Off-Kandidat Stuttgart in die Saison gestartet war.
Es muss und es wird sich ändern. Daran zweifelt niemand bei den Phantoms!
Während man sich Wiesbaden Sorgen macht, schwimmen die Panther auf einer Euphoriewelle, die sie am Sonntag vor heimischem Publikum zum dritten doppelten Punktgewinn in Folge tragen soll. Dem Sieg in Wiesbaden ließ die Mannschaft von Martin Hanselmann einen nicht minder beeindruckenden 37:9 Erfolg in Essen folgen. Zwar warten die richtig harten Brocken der Liga noch auf die vom jungen Spielmacher Robert Demers geführten Panther, aber mit einem bis dahin bequemen Punktepolster lässt sich vom Saisonziel Klassenerhalt vielleicht sogar in Richtung Play Offs schielen.
„Defensiv haben wir in Wiesbaden sehr gut gespielt. Die Voraussetzungen waren da, das Ergebnis besser für uns zu gestalten. Daran wollen wir in Düsseldorf anknüpfen. Basierend auf einer starken Defensiv-Vorstellung müssen wir uns den „Klick“ erarbeiten, Plays machen und jede sich bietende Chance auf Punkte nutzen. Wir können es, da bin ich mir sicher“, zeigt sich Sven Gloss zuversichtlich, dass der zuletzt schmerzhafte Lernprozess in der GFL Früchte tragen wird. Vielleicht am Sonntag um 15:00 Uhr im Stadion des VfL Benrath. Es wäre der jungen Mannschaft wahrhaft zu gönnen.
