Denn zum einen ist es die Rückkehr vom Lions-Headcoach des vergangenen Jahres, Gary Spielbuehler, an seine alte Wirkungsstätte und zum anderen wollen die Schwaben endlich den ersten Sieg überhaupt gegen die Löwenstädter erringen.
Beide Punkte bringen eine Menge Brisanz in das Spiel. Das jedoch sind die Gastgeber mittlerweile ja schon gewohnt, denn gerade auch das letzte Heimspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes stand ja unter ähnlichen Voraussetzungen.
Und so sieht auch Tight End Yoan Schnee der Begegnung gelassen entgegen. Natürlich wird darüber jetzt wieder viel geredet, doch wir lassen uns davon nicht aus der Ruhe bringen. Wir werden wieder so spielen müssen wie gegen Kiel oder Hamburg, dann werden wir auch gegen Stuttgart unsere Möglichkeiten bekommen.
Noch nie konnten die Süddeutschen wie gesagt den amtierenden Deutschen Meister bezwingen. Zehn Mal gingen die Braunschweiger bisher seit dem ersten Aufeinandertreffen im Jahre 1999 als Sieger vom Feld.
So auch in den beiden wichtigen letzten Partien. Und beide Male waren das Ergebnis und der Spielverlauf ähnlich. Den German Bowl im Oktober 2007 gewannen die Lions mit 27:6 und das Hinspiel in diesem Jahr im April mit 27:9.
Dabei war es vor allen Dingen die Verteidigung der Löwen, die den Angriff der Skorpione unter starken Dauerdruck setzte. Das muss sicher auch wieder das Ziel bei der anstehenden Partie sein, um die Kreise von Stuttgarts Quarterback Ira Vandever und seinen gefährlichen Nebenleuten einzuschränken. Patrick Finke und Co. steht also wieder ein arbeitsreicher Tag bevor.
Ob die Stuttgarter allerdings in Bestbesetzung antreten werden, stand zu Wochenbeginn noch etwas in den Sternen, da in den letzten Partien mit Chris Jackson, Sander Moore und Hassan Rashid gleich drei enorm wichtige Akteure angeschlagen fehlten oder verletzt ausschieden.
Doch ganz egal, wie das Team des Gegners am Samstag aussehen wird, die Braunschweiger bereiten sich auf einen erneuten großen Kampf vor, der ein weiteres enorm spannendes Heimspiel zur Folge haben könnte.
Denn keine der beiden Mannschaften kann sich am Samstag eine Niederlage erlauben. Die Scorpions würden mit einer Niederlage eventuell weiter hinter den Marburg Mercenaries an der Tabellenspitze der GFL-Südgruppe zurückfallen. Ein ähnliches Schicksal würde auch den Braunschweigern drohen. Im schlechtesten Fall könnte sogar der Sturz von Platz eins auf Platz vier drohen.
Doch soweit wollen es die Lions natürlich nicht kommen lassen, denn die Hausherren können zum Rückrundenauftakt fast in Bestbesetzung antreten. Einzig Wide Receiver Jörg Heckenbach fehlt noch definitiv aufgrund seiner Schulterverletzung. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Offensive Lineman Christoph Wolk aufgrund seiner in Hamburg erlittenen Wadenverletzung. Ins Team zurück kehrt hingegen Defensive Back Florian Brand, der den Bruch zweier Mittelhandknochen gut überstanden hat.
Die Ausgangslage ist also klar, und für die Löwenstädter fast schon Normalität. Nur durch einen Sieg können die Spieler von Headcoach Javier Cook die Tabellenführung in der GFL-Nord behaupten.
Dementsprechend motiviert sollten die Löwen zu Werke gehen. Denn wenn ganz Deutschland am Sonntag das EM-Finale bejubelt, wollen die Lions als Tabellenführer mitfeiern.






