Saisonauftakt der Scorpions ist geglückt

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Footballer der Stuttgart Scorpions am ersten Spieltag der neuen Saison in Wiesbaden zu verrichten hatte, doch am Ende konnten sie die heimischen Phantoms mit 35:27 niederringen und so die ersten beiden Punkte auf der Habenseite verbuchen. Allerdings nahmen die Scorpions auch einen großen Wermutstropfen mit auf die Heimreise, nämlich die schwerwiegende Verletzung von Offensive Tackle Jörn Fahrbach, der sich den Knöchel brach und gewiss für längere Zeit nicht zur Verfügung stehen wird.

Sieht man einmal von Fahrbachs Pech ab,  konnten die Verantwortlichen nach Abpfiff jedoch erleichtert darüber sein, dass die Mannschaft mit einem blauen Auge davon kam, denn der Auftakt der Partie verlief alles andere als planmäßig. Zur Mitte des 2. Quarters lag der Gastgeber aus Wiesbaden mit 21:0 in Front und das auch vollkommen verdient. Denn während die Scorpions bis dahin in der Offensive nur wenige Yards Raumgewinn erzielen konnten, gelang es den Phantoms bei ihren ersten vier Angriffsdrives drei Touchdowns zu erzielen, jeweils nach Pässen von Quarterback Guido Reuels auf Wide Receiver Willie Milhouse und anschließendem Extra-Punkt durch Kicker-Veteran Peter Müller.

 

In der Folge allerdings begann das Aufbäumen der Mannen von Head Coach Paul Schudel, die nun demonstrierten, dass sie nicht gewillt waren, sich ihrem Schicksal zu ergeben. Quarterback Tom Schneider und Running Back Pushaun Brown, der in seinem ersten Spiel für die Scorpions knapp über 100 Yards erlief, nahmen das Heft in die Hand und führten die Gäste erstmals bis an die Endzone der Phantoms, wo Fabian Weigel einen 8-Yard-Pass von Schneider zum ersten Stuttgarter Touchdown des Tages verwandelte. Sascha Wurster besorgte den fälligen Extra-Punkt, so dass es beim Stande von 21:7 für Wiesbaden zur Halbzeit in die Kabine ging.

 

Direkt nach der Pause machten die Gäste dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten: Mit nur drei Spielzügen gelangten sie von der eigenen 25 Yard-Linie bis in die Phantoms-Endzone, dieses Mal war es Matthias Scheuring, der einen Pass von Schneider zum neuen Spielstand von 14:21 verwerten konnte (PAT Wurster).

 

Spätestens jetzt hatten die Scorpions das Heft in der Hand und dominierten die Phantoms nun so, wie es diesen bis zum 21:0 gelungen war. Diese Führung war nur wenige Minuten nach Scheurings Touchdown dann auch endgültig wett gemacht, Lukas Hitzker sorgte, erneut nach Pass von Schneider, zum 21:21 Ausgleich (PAT Wurster).

 

Nun aber waren es die Phantoms, die zurück schlugen, und zwar in Person von Willie Milhouse. Dieser erzielte mit einem Kickoff-Return über 93 Yards seinen vierten Touchdown des Tages und brachte seine Farben mit 27:21 in Front. Den anschließenden Extra-Punkt-Versuch von Peter Müller konnte die Stuttgarter Defense blocken.

 

Diejenigen der rund 500 Zuschauer, die dachten, dass die Phantoms das Spiel nun über die Runden bringen würden, wurden nur wenige Minuten später eines besseren belehrt. Erneut konnte Tom Schneider seine Offense über das ganze Feld führen und zum Abschluss des Drives mit einem Lauf-Touchdown zum 28:27 (PAT Wurster) die erstmalige Führung für die Scorpions besorgen.

 

Mit diesem Spielstand ging es schließlich ins letzte Quarter und hier war es die Stuttgarter Defense, die jetzt groß aufspielte. Zunächst gelang es Hans Stecher einen Pass von Quarterback Reuels an der eigenen 10 Yard-Linie per Interception abzufangen, ehe die Phantoms im weiteren Spielverlauf zwei Mal einen vierten Versuch innerhalb der Scorpions 10 Yard-Linie ausspielten und sich dabei jeweils die Zähne ausbissen an der Verteidigung der Gäste. Dazwischen, rund 8 Minuten vor Ende der Partie, bauten die Scorpions die Führung zum finalen Endstand von 35:27 aus, dieses Mal nach Pass von Schneider auf Michael Tober (PAT Wurster).

 

Positiv bleibt festzuhalten, dass die Stuttgart Scorpions gezeigt haben, wozu sie im Angriff in der Lage sind, auch Dank des starken Auftretens von Neuzugang Pushaun Brown, auf der Gegenseite aber muss man eingestehen, dass die Phantoms, hätten sie mitunter cleverer gespielt und die eine oder andere Strafe weniger genommen, dieses Spiel durchaus hätten siegreich gestalten können, was auch gewiss nicht unverdient gewesen wäre.

 

Doch was zählt ist das Endergebnis, und da dies für die Scorpions spricht, kann man somit von einem gelungenen Auftakt in die GFL-Saison 2013 sprechen.