Richard erlief 1253 Yards und erzielte 13 Touchdowns in zehn Ligaspielen der Crusaders in der abgelaufenen Saison. 2012 gewann er das Vier-Länder-Turnier mit dem Jugendnationalteam Hollands und wurde zum MVP gewählt. Den nationalen niederländischen Titel 2015 wertet der neue „Man in Purple“ ebenfalls als einen seiner größten Erfolge.
Geboren wurde Richard am 7. März 1995 in Amsterdam, wiegt aktuell 87 Kilogramm und ist 1,80 Meter groß.
In seinem ersten Interview für die Fans von Frankfurt Universe blickt Richard auf die Crusaders-Saison zurück, macht den Anhängern der „Men in Purple“ ein Kompliment und spricht über die Zahl 27 und das Football-Ei als tonnenschweren Felsen.
Warum hast Du Dich Samsung Frankfurt Universe angeschlossen?
Weil ich das Team mag, die Organisation bewundere, die Fans faszinierend finde und gerne in einer solchen Atmosphäre Football spielen möchte. Zudem habe ich nach einem Team gesucht, mit dem ich mich gut identifizieren kann und das Gefühl habe, Großes erreichen zu können. Ich habe im EFL-Finale gegen die „Men in Purple“ gespielt und gleich gemerkt, dass der Club etwas Besonderes ist.
Sagt Dir der Begriff „lila Hölle“ etwas?
Scheiße, ja! Ich habe darin gespielt! Und ich stand dummerweise auf der falschen Seite! Es war ein höllisch lautes Spiel und auch wenn ich ein paar Yards gut gemacht habe, hat dieses Spiel mehr von mir gefordert als jedes andere zuvor. Ich war danach komplett fertig und fast taub. Danke, lila Fans! (grinst) Man muss ja Angst vor diesem Lärm haben, wenn man kein lila Jersey trägt! Als Universe auf das Feld kam, wurde es so laut, dass es in meinen Ohren nur noch gepfiffen hat!
Wie hast Du die vergangene Saison mit den Crusaders generell erlebt?
Ich liebe dieses Team. Es sind tolle Menschen, vom Spieler über die Coaches bis hin zu den Fans. Ich hätte mir nicht mehr wünschen können. Außer einen Sieg im EFL-Finale!
Was willst Du nun mit Universe erreichen?
Da gibt es nur ein Ziel! Jeder weiß es, jeder will es. Und ich werde alles dafür tun, dass wir dieses Ziel erreichen!
Was kannst Du beisteuern?
Wenn ich das Feld betrete, gebe ich alles! Meinen Körper, meinen Geist, meine Seele. Wenn ein Ziel gesetzt wurde, arbeite ich nur dafür, weil ich es erreichen will und mache genau das, was von mir erwartet wird. Wenn ich blocken soll, dann blocke ich, wenn ich ein First down erreichen soll, laufe ich los, wenn ich der Defense Wasser holen soll, hole ich Wasser. Was getan werden muss, tue ich.
Wann schlägst Du in Frankfurt auf?
Ich weiß es noch nicht genau. Am liebsten würde ich sofort loslegen. Aber ich denke, es wird Ende März oder Anfang April.
Wie kam es, dass Du Runningback spielst?
Ehrlich? Mein erster Coach meinte „Du spielst Runningback“, also spiele ich heute Runningback. Aber ich muss zugeben, dass ich schnell angefangen habe, diese Position zu lieben. Was könnte besser sein, als durch die Defense zu schlüpfen!? Nur ein Spaß. Es ist einfach eine Position, die einen Athleten fordert. Mental und physisch! Die Position gibt so viel zurück: Man trägt diesen tonnenschweren Fels in seinen Händen und die Hoffnung seines Teams und der Fans auf den Schultern. Man kämpft um jedes Inch und blutet manchmal dafür. Man sieht die Endzone vor sich, kämpft sich zu einem neuen First down und gibt alles, um dieses eine Yard zu überbrücken. Adrenalin pur und eine komplette Erfüllung.
Die Universe-Fans haben Dich mit der Jerseynummer 27 spielen gesehen. Gibt es einen Grund, warum Du diese Nummer trägst?
Ja, die gibt es tatsächlich. Mein Coach Sven Janssen gab sie mir vor meinem ersten Spiel. Janssen ist der Mann, der mich formte und zu dem Spieler machte, der ich heute bin. Ich bin ihm dafür sehr dankbar. Ich ging damals zu ihm und wartete auf meine Nummer. Er zog das Jersey hervor und sagte „Das ist die Nummer, die große Runningsbacks tragen.“ Ich habe diesen Gedanken immer im Kopf, wenn ich mein Jersey anziehe. „Ich muss gut spielen, denn die 27 ist die Nummer, die große Runningsbacks tragen.“
Freust Du Dich auf Frankfurt?
Das schon. Frankfurt ist eine tolle Stadt! Ich freue mich aber vor allem auf mein Team, die Fans und die neue Saison. Football bedeutet mir eben einfach alles!
