Anders als in den letzten Spielen war die Offense der Hausherren dieses Mal von Beginn an konzentriert bei der Sache. Über die Running Backs Patrick Geiger und Tony Avella wurde der Ball kontinuierlich bewegt und QB Ira Vandever zeigte, dass er nach wie vor zu den beweglichsten Spielern in der GFL zählt, als er aus 7 Metern mit einem Lauf selbst für den ersten TD sorgte (alle PAT Sascha Wurster). Nachdem anschließend die Defense erfolgreich einen vierten Versuch der Longhorns abwehrte, sorgte WR Chris Jackson kurz nach dem ersten Seitenwechsel mit einem 18y-Fang nach Pass von Vandever für die 14:0 Führung. Aber die Gäste hielten dagegen und insbesondere QB Antwan Smith wollte seinem Gegenüber nicht nachstehen und sorgte ebenfalls mit einem 7yds-Lauf für die ersten Punkte der Gäste. Aber schon beim anschließenden Kickoff-Return zeigte Avella, dass er seine Verletzung aus dem Hall-Spiel überwunden hat, denn einem Return bis in die Weinheimer Hälfte ließ er gleich noch einen 20y-Lauf folgen, ehe Vandever mit einem 24y-Pass den völlig freistehenden TE Gunter Braschler zum 21:6 bediente. Aber so schnell die Führung ausgebaut war, so schnell war sie auch wieder geschrumpft, denn im Gegenzug sorgte Weinheims RB Danny Washington mit einem 60y-Lauf und anschließendem 5y-Lauf in die Endzone für den 21:12 Pausenstand.
Nach der Pause schien zunächst alles auf einen deutlichen Sieg der Gastgeber zu deuten, denn während Geiger mit einem kraftvollen Lauf aus 11y für einen weiteren TD sorgte, hielt die Defense um die bestens aufgelegten Nationalspieler Jasson Scott und Michael Rendsburg die eigene Endzone im dritten Quarter sauber. Somit entspannten sich die meisten Gesichter auf Stuttgarter Seite deutlich, als mit einer beruhigenden 27:12 Führung und eigenem Ballbesitz letztmals die Seiten gewechselt wurden. Die Gäste von der Bergstraße wollten sich jedoch noch nicht geschlagen geben und zwangen nach einem Sack an Vandever die Hausherren zum Punt, den sie dann auch noch blocken konnten, so dass sie in der Stuttgarter Hälfte in Ballbesitz kamen. Diese Chance ließ sich Smith nicht nehmen und sorgte mit einem 38y-Pass auf CB/WR A. Lowe für den dritten TD der Longhorns an diesem Tag. Zwar nahmen die Scorpions anschließend durch einen Drive bis zur gegnerischen 25y-Linie viel Zeit von der Uhr, wurden aber dort im vierten Versuch ohne zählbaren Erfolg von der weiterhin starken Defense der Longhorns gestoppt. Diese versuchten alles, den Vorsprung noch zu verkürzen und gelangten, nicht zuletzt durch einige unnötige Fouls der Defense begünstigt, auch nochmals bis kurz vor die Endzone der Scorpions, wo sie sich dann allerdings durch ein Foul selbst die Chance nahmen, das Ergebnis noch enger zu gestalten.
Am kommenden Wochenende geht es nun nach Marburg zu den Mercenaries, wo bereits eine Vorentscheidung über die Südmeisterschaft fallen kann. Beide Mannschaften sind in der Südgruppe noch ungeschlagen, mussten aber eine Niederlage in den Interconference-Spielen verzeichnen. Man darf also davon ausgehen, dass im Gegensatz zum letzten Jahr, als die Scorpions von den IC-Spielen profitierten, die Entscheidung um den Titel wohl im direkten Vergleich der beiden dominierenden Teams der GFL Süd fallen wird.
