Dabei wartet eine denkbar undankbare Aufgabe auf ihn und sein Team, denn sie müssen zum Tabellenzweiten Frankfurt Universe reisen. Undankbar, weil die Frankfurter in etwa den Weg genommen haben, den ihnen etliche Fachleute vor der Saison prophezeit haben: Als Aufsteiger im ersten GFL-Jahr gleich in die Spitzengruppe im Süden. Derzeit belegen die Hessen nach fünf Siegen und nur einer Niederlage den zweiten Rang und auch wenn sie noch nicht einmal die Hälfte ihrer Partien absolviert haben, zweifelt kaum einer daran, dass sie in den Play-offs mit von der Partie sein werden. Zu überzeugend waren die Auftritte des Aufsteigers bisher. Nicht leichter wird die Aufgabe für Stuttgart angesichts der Tatsache werden, dass bei Universe auf den ersten Blick kaum eine Schwäche auszumachen ist. So verfügt Head Coach Markus Grahn sowohl über einen der stärksten Angriffe der Liga, als auch die statistisch gesehen beste Verteidigung. Zwar muss er gegen die Scorpions auf seinen etatmäßigen Nummer 1 Quarterback Marcus McDade verzichten, doch wurde mit Mike Wegzyn bereits ein Ersatz aus den USA verpflichtet, der McDade mehr als nur würdig vertreten kann.
Ein denkwürdiges Duell lieferten sich beide Mannschaften Ende Mai beim Hinspiel in Stuttgart. Dort lagen die Hausherren vor rund 2.000 Zuschauern nach drei Quartern mit 35:29 in Front, ehe sie sich im letzten Abschnitt nach großem Kampf mit 43:49 geschlagen geben mussten. Im Anschluss an dieses Spiel zeigte die Leistungskurve der Scorpions nach und nach abwärts und auch Siege gegen München, Saarbrücken und Mannheim konnten nicht mehr für Ruhe sorgen. Diese Entwicklung gipfelte letztendlich im Rücktritt von Jemil Hamiko als Head Coach nach der letzten Niederlage gegen die Saarland Hurricanes. Gespannt werden nun viele Zuschauer darauf sein, wie sich die Mannschaft im Frankfurter Volksbank Stadion präsentieren wird. Als Favorit in diesem Duell Zweiter gegen Fünfter gelten zwar eindeutig die Gastgeber, doch aus Stuttgarter Sicht zählt inzwischen jeder einzelne Punkt, wer genau da nun der Gegner ist, darf nicht mehr so wichtig sein. (

