Siegesserie der Scorpions reißt in Spiel Nr. 10 - 28:48 Niederlage im Derby gegen Schwäbisch Hall

Im zehnten Spiel der GFL-Saison 2014 hat es nun auch die Scorpions erwischt - das bisher einzig ungeschlagene Team im Süden musste seine erste Niederlage hinnehmen.

Vor der imposanten Kulisse von 2.250 Zuschauern im Esslinger Eberhard-Bauer-Stadion, darunter etliche Anhänger der Gäste, konnten die Schwäbisch Hall Unicorns die Punkte für sich verbuchen. Zwar fiel der Sieg am Ende ein wenig zu hoch aus, war am Ende aber verdient. Denn zum einen konnten die Unicorns im letzten Viertel nochmal aufdrehen - 28:35 stand es vor diesem - und zum anderen hatten sie mit Running Back Marcus Sims den überragenden Spieler des Tages in ihren Reihen. Dieser erlief insgesamt 30 Punkte für seine Mannschaft und war über die gesamte Spieldauer hin kaum zu kontrollieren von der Stuttgarter Defense.
 
Die Hausherren hingegen waren überwiegend nach Pässen von Luke Barthelmess auf seine Receiver, vorzugsweise Fabian Weigel und Mar'Quone Edmonds, gefährlich. Das Laufspiel hatte über die gesamte Spieldauer hin Probleme, der Haller Defense das Leben wirklich schwer zu machen. Dies fiel dann ins Gewicht, als die Defense Line der Gäste im vierten Quarter immer stärker wurde und es ihr drei Mal gelang, Barthelmess zu Fall zu bringen, ehe er seine Pässe an den Mann bringen konnte.
Ein gelungener Pass war es auch, der den Scorpions die ersten Punkte des Tages brachte: Fabian Weigel erzielte so nach rund acht Minuten im ersten Quarter die 7:0 Führung. Wenig später waren die Hausherren drauf und dran ihren zweiten Touchdown zu erzielen, doch Mar'Quone ließ 15 yards vor der Haller Endzone den Ball fallen, woraufhin ein Gegner ihn sichern konnte. Fünf Spielzüge später schlugen die Unicorns dann Kapital aus diesem Fehler und der bereits genannte Sims glich zum 7:7 aus. Mit diesem Spielstand ging es auch in den zweiten Abschnitt und erneut konnten die Gastgeber in Führung gehen. Dieses Mal war es Edmonds, der einen Pass von Barthelmess in die Endzone trug, so dass es fortan 14:7 stand. Wiederum dauerte es jedoch nicht lang, bis Marcus Sims die Führung egalisieren konnte. Im Folgenden konnten die Verteidigungsreihen beider Seiten ihren Kontrahenten Herr werden, ehe die Unicorns bei auslaufender Uhr erstmals die Führung übernahmen: Will Powell fing einen Pass von Marco Ehrenfried in der Scorpions-Endzone und stellte damit den Halbzeitstand von 14:21 her.
 
Zu Beginn von Quarter drei lagen Licht und Schatten dicht beieinander auf Stuttgarter Seite. Nach rund zwei gespielten Minuten glich Edmonds zum 21:21 aus, doch dies war genau zwölf Sekunden später wieder Makulatur: Ein weiteres Mal trug Marcus Sims den Ball in die Endzone und es stand 21:28. Mitte des Quarters folgte dann sein nächster Streich und erstmals lagen mehr als sieben Punkte zwischen den beiden Teams. Nun war es jedoch an den Scorpions zum Gegenschlag auszuholen und Luke Barthelmess war es, der den Ball per Lauf ins Ziel brachte, um auf 28:35 zu verkürzen. Nach dem letzten Seitenwechsel fiel dann bereits nach rund 15 Sekunden die Vorentscheidung, wiederum in Person von Marcus Sims, der den Gastgebern mit dem 41:28 wohl den entscheidenden Stoß versetzte. Endgültig zu machten die Unicorns den Sack letztendlich fünf Minuten vor Ende der Partie, Will Powell erhöhte auf 48:28 und stellte so den Endstand her.
 
Auch wenn die Enttäuschung im Lager der Scorpions am Ende selbstverständlich groß war, so gelang es ihnen doch eindrucksvoll zu zeigen, dass sie deutlich aufgeholt haben gegenüber den Unicorns, denn von deren Dominanz der letzten Jahre war an diesem Tage kaum noch etwas zu sehen. Zugleich jedoch wurden den Mannen von Head Coach Jemil Hamiko erstmals in dieser Saison ihre Grenzen aufgezeigt. Allerdings liegen diese nach wie vor auf Rang 1 der Tabelle vor den Hallern und sollten sie aus dieser Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen, so stehen die Chance gut, dass sie die Tabellenführung auch bis zum Ende der Vorrunde im September behaupten werden können.
 
Scoring Play Scorpions - Unicorns:
 
Q1 07:00 - Fabian Weigel (Pass Luke Barthelmess), PAT Pascal Flöser
Q1 07:07 - Marcus Sims (Lauf), PAT Thomas Rauch
Q2 14:07 - Mar'Quone Edmonds (Pass Luke Barthelmess), PAT Pascal Flöser
Q2 14:14 - Marcus Sims -(Lauf), PAT Thomas Rauch
Q2 14:21 - Will Powell - (Pass Marco Ehrenfried), PAT Thomas Rauch
Q3 21:21 - Mar'Quone Edmonds (Pass Luke Barthelmess), PAT Pascal Flöser
Q3 21:28 - Marcus Sims (Lauf), PAT Thomas Rauch
Q3 21:35 - Marcus Sims (Lauf), PAT Thomas Rauch
Q3 28:35 - Luke Barthelmess (Lauf), PAT Pascal Flöser
Q4 28:41 - Marcus Sims (Lauf)
Q4 28:48 - Will Powell (Pass Marco Ehrenfried), PAT Thomas Rauch