Souveräner Heimsieg der Kiel Baltic Hurricanes

In der 2. Bundesliga Nord kamen die Kiel Baltic Hurricanes an diesem Wochenende zu einem souveränen 39:00 Sieg gegen die Hannover Musketeers.

 

Vor 875 begeisterten Zuschauern ließen die Canes nie die Frage aufkommen, wer in diesem Spiel die Nase vorne hatte. Im ersten Quarter gingen die Canes schnell mit 7:0 in Führung, als Quarterback Ian Richardson seinen Wide Receiver Gunnar Peter mit einem 20 Yard Pass bediente (PAT Eck).

 

# 3 Reid Smith

Zunächst gelang es den Hannoveranern noch, das Spiel offen zu gestalten. Insbesondere Jonathan Nelson, der bei den Musketeers sowohl als Running Back, als auch in der Defense eingesetzt wurde, konnte mit kraftvollen Läufen immer wieder substantiellen Raumgewinn erzielen. Da das Passspiel der Gäste, die nur mit 25 Spielern angereist waren, jedoch nie zur Entfaltung kam, taten sich die Musketeers mit Raumgewinn schwer. Einen Field Goal Versuch, den das Team von Head Coach Clifford Madison noch im ersten Quarter ausführte, konnte Kiels Defense Back Riadh Arfaoui blocken. Im Gegenzug traf Kiels Kicker Mathias Eck ein Field Goal aus 40 Yards.

 

Ab dem zweiten Quarter dominierten die Canes dann endgültig das Geschehen. Den zweiten Touchdown erzielte Quarterback Ian Richardson mit einem Lauf über 9 Yards selbst (PAT Eck). Wie bereits in den letzten Spielen, fand Richardson schnell ins Spiel, strahlte eine große Souveränität aus und nahm, wenn keine seiner Anspielstationen frei war, dass Heft selbst in die Hand und erzielte per Lauf Mal um Mal Raumgewinn.

 

Die Defense der Canes hatte sich inzwischen auch auf die Hannoveraner Offense eingestellt und stoppte wiederholt die gegnerischen Ballträger. Einen erneuten Drive der Kieler Offense beendete Running Back Max Dufault mit einem Touchdown-Lauf über 1 Yard. Mit einem komfortablen Vorsprung von 23:0 gingen beide Mannschaften in die Halbzeit.

 

Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Canes nichts mehr anbrennen. Auffälligster Spieler auf dem Platz war heute Defense Back Reid Smith. Der kanadische Safety erzielte zwei Interception und war als Punt Returner stets brandgefährlich. Seine zweite Interception trug er bis wenige Zentimeter vor die Hannoveraner Endzone zurück und wohl alle Anwesenden hätten ihm heute einen Touchdown gegönnt. Das Erzielen von Punkten blieb jedoch Smiths Landsmann Mac Dufault überlassen. Gleich zwei Mal konnte er im dritten Quarter per Lauf die Endzone erreichen. Zunächst über 1 Yard und später dann über sechs Yards (PAT Eck).

 

Den Punktereigen beendete Kiels Kicker Mathias Eck im vierten Quarter mit seinem zweiten Field Goal, dieses Mal aus 42 Yards.

 

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten neben den beiden Kanadiern Smith und Dufault vor allem Defense Tackle Jan Eidtmann mit zwei Quarterback-Sacks und Riadh Arfaoui hervor, der neben dem bereits erwähnten Field Goal auch noch einen Punt der Musketeers blocken konnte.

 

Nachdem das Spiel im Kieler Holstein-Stadion schnell einsseitig wurde, richteten sich die Gedanken schnell an das parallel stattfindende Spitzenspiel zwischen den Langenfeld Longhorns und den Berlin Rebels. Allen Zuschauern in Kiel war bewusst, dass nur ein Sieg der Longhorns den Hurricanes zumindest die theoretische Chance auf den Meistertitel erhalten würde. Dementsprechend brach im dritten Quarter großer Jubel im Stadion aus, als der 29-21 Sieg der Langenfelder gemeldet wurde.

 

Kiels Head Coach André Schleemann, der mit der Leistung seiner Mannen zufrieden sein konnte, drückte es auf der Pressekonferenz treffend aus: „Wir haben darauf gehofft, dass Langenfeld gewinnt und uns wieder ins Spiel um die Meisterschaft zurückholt. Mit noch je einem Spiel gegen Langenfeld und Berlin haben wir unser Schicksal nun wieder selbst in der Hand. Das ist ein sehr gutes Gefühl.“

 

Am kommenden Wochenende steht nun für die Kiel Baltic Hurricanes das nächste „Endspiel“ an. Am Sonntag, den 28. August muss man in Langenfeld antreten. „Wir denken von Spiel zu Spiel, aber wir lernen aus unseren Fehlern der Vergangenheit und stecken schon mitten in den Vorbereitungen für Langenfeld“, so Schleemann. Das Kieler Team wird bereits einen Tag früher anreisen, um optimal ausgeruht und vorbereitet ins Spiel zu gehen.

 

Foto: Jan Ziegler