Die Berlin Adler ließen sich jedoch von all diesen historischen Fakten nicht beeindrucken. Sie orientierten sich lieber an ihrer aktuellen Siegesserie in Dresden (fünf Siege in Folge seit 2007) und bewiesen gleich, dass sie gewillt sind, diese auch in diesem Jahr fortsetzen zu wollen. Die Monarchs gewannen den Münzwurf und begannen das Spiel mit ihrer Offense, um die ersten Punkte zu machen. Doch ein 26-Yard-Pass wurde in der Endzone von der Adler-Defense abgefangen. Somit starteten die Adler ihren ersten Angriff an der eigenen 20-Yard-Linie. Auf dem langen Weg in die Endzone konnte Dresden die Adler nicht stoppen und schließlich war es Quarterback Alex Good (#7), der mit einem 5-Yard-Lauf die ersten Punkte des Spiels markierte. Der folgende Kickoff ging für die Gastgeber gründlich daneben: die Monarchs verloren den Ball, der von der Adlern aufgenommen werden konnte. Schnurstracks ging es wieder in Richtung Dresdner Endzone. Nach einem 8-Yard-Lauf von RB Cedric Marcia (#20) hatten die Berlin Adler ihren Vorsprung zum Ende des ersten Viertels auf 12:0 ausgebaut. Wie beim ersten Touchdown war der PAT leider nicht erfolgreich.
Im zweiten Quarter konnten die Monarchs die ersten Punkte auf die Anzeigetafel bringen. Nach einem 8-Yard-Pass auf Gunnar Knöckel (#85) und dem PAT hieß es nur noch 7:12 aus Sicht der Gastgeber. Conrad Meadows, #4 der Adler, der an diesem Tag in allen drei Mannschaftsteilen spielte, brachte mit einem tollen Kickoffreturn über 50 Yards die Adler in eine glänzende Ausgangsposition. Diese wurde von der Offense der Berliner auch genutzt: nach einem 18-Yard-Pass markierte Pascal Heck (#83) das 18:7. Die Monarchs wollten im darauf folgenden Drive unbedingt punkten, um das Spiel weiter offen zu gestalten, aber die Berliner Defense war einmal mehr auf dem Posten. Mario Nowak (#40) konnte einen Pass des Dresdner Spielmachers abfangen. Die Offense der Adler beendete eine hervorragende erste Halbzeit mit einem 44-Yard-Passauf Conrad Meadows, der den Vorsprung auf 17 Punkte erhöhte. Jetzt war auch das Kicking-Team erfolgreich – mit 7:25 aus der Sicht der Gastgeber ging es für beide Mannschaften in die Halbzeitpause.
Zu Beginn des dritten Quarters mussten die Adler zwar den Ball per Punt abgeben, aber sie stoppten im Gegenzug ebenso die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Dann war es erneut Alex Good, der mit einem 20 Yard-Lauf die Berliner Führung auf 32:7 ausbaute (PAT Justin Sterz, #19). Im darauf folgenden Drive kam Dresden noch einmal zu Punkten: Sebastian Koch (#85) verkürzte auf 32:14. Die endgültige Entscheidung brachte das 4. Quarter. Die Adler spielten erneut einen vierten Versuch aus und QB Alex Good lief bei diesem über 38 Yard zum 39:14 in die Endzone der Monarchs (PAT Justin Sterz). Der Widerstand der Monarchs war gebrochen. Sie konnten zwar noch einmal punkten – Rene Horschig (#84) fing einem 24-Yard-Pass, aber dies änderte nichts mehr am verdienten Sieg der Berlin Adler.
Adler-Headcoach Wanja Müller war mit dem Spielverlauf sehr zufrieden und sagte nach der Begegnung: „Es war schön, heute in alles Phasen des Spiels Fortschritte zu sehen. Es war wichtig, nach der Niederlage in Kiel nun mit einem Sieg zurück zu kommen. Wir haben immer noch viel Spielraum nach oben und auch natürlich nach unten. Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten, damit wir den Rhythmus behalten und weiterhin die wichtigen Fortschritte machen. Ich bin stolz auf die Spieler, sie haben hart auf dieses Spiel hin trainiert und das hat sich ausgezahlt.“
Die Adler haben sich damit eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, um in den kommenden vier Heimspielen gegen Braunschweig (11.08.), die Berlin Rebels (18.08.), die Düsseldorf Panther (25.08.) und die Dresden Monarchs (01.09. Kickoff jeweils um 18 Uhr im Jahnstadion) den zweiten Tabellenplatz in der GFL Nord zu sichern.
