Spannender Football-Krimi mit besserem Ende für Kiel

3.424 Zuschauer fieberten am Sonntag im Holstein-Stadion beim Rückspiel der Kiel Baltic Hurricanes gegen die Berlin Rebels mit, in dem der Aufsteiger zeigte, dass er in der höchsten Spielklasse angekommen ist. Nach einem starken Auftakt der Berliner konnten die Hurricanes jedoch am Ende die zwei wichtigen Siegpunkte mitnehmen und gewannen mit 28:23 (7:17/14:0/7:3/0:3). Mit diesem dritten Sieg zogen sie in der Tabelle mit den Berlin Adlern gleich, liegen allerdings aufgrund des besseren Punkteverhältnisses derzeit vor den Hauptstädtern auf dem ersten Platz.

„Die Rebels waren sehr gut auf uns eingestellt und wir haben viele unnötige Fehler gemacht“, so Hurricanes Head Coach Patrick Esume nach dem Spiel. Einigen der gravierendsten Fehler unterliefen den Canes bereits in den ersten Minuten des Spiels. Samuel Shannon brachte die Berliner nach dem eröffnenden Kickoff mit einem guten Return bis in die Hälfte der Kieler. Nur zwei Spielzüge später fand Berlins Quarterback Darius Outlaw seinen Receiver Jason Horton in der Endzone zum ersten Touchdown für die Rebels. Die Hurricanes ihrerseits verloren in ihrem ersten Play den Ball, den Phil Urlacher für die Berliner aufnehmen und zum Touchdown tragen konnte, so dass die Rebellen nach nur 50 Sekunden mit 14:0 führten. Kicker Matthew Evensen schloss den nächsten Angriff der Rebels mit einem 53-Yard Fieldgoal zum 17:0 ab.

 

Nun wachten die Baltic Hurricanes auf. Quarterback Jeff Welsh warf einen 41-Yard Pass auf Philipp Dohrendorf zum ersten Touchdown für die Kieler. Julian Dohrendorf schoss den PAT zum 7:17. Die Rebels versuchten im Anschluss erneut ein Fieldgoal, Evensens Schuss über 50 Yards ging dieses Mal jedoch vorbei. Die Hurricanes dagegen konnten durch Trevar Deed, der über 37 Yards in die Endzone lief, erneut punkten und auf 14:17 heran kommen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fand Jeff Welsh erneut Philipp Dohrendorf mit einem Touchdownpass. Nach dem Extrapunkt führten die Hurricanes nun mit 21:17 zur Pause.

 

Im dritten Viertel bekamen zunächst die Hurricanes den Ball, doch Tight End Florian Birkner verlor nach einem gefangenen Pass die Kontrolle über das Spielgerät und die Rebels konnten den Ball sichern. Sie arbeiteten sich auf die Endzone der Gastgeber zu, doch die Defense konnte einen weiteren Touchdown verhindern. Ein Quarterbacksack durch Aaron Boadu und Michael Tauiliili zwang die Berliner zu einem weiteren Fieldgoalversuch und Evensen versenkte den Schuss aus 28 Yards Entfernung zum 21:20 aus Kieler Sicht. Kurz darauf bauten die Hurricanes ihre Führung durch Philipp Dohrendorfs dritten Touchdown auf 28:20 aus. In ihrem nächsten Angriff verlor jedoch Trevar Deed bereits in der Spielfeldhälfte der Rebels den Ball und brachte die Berliner vorzeitig in Ballbesitz. Sie kamen bis zur 40-Yard Linie der Hurricanes, an der Aaron Boadu den Rebels Quarterback erneut im dritten Versuch vorzeitig stoppte. So kam wieder Matthew Evensen zum Zug und schoss sein drittes Fieldgoal der Partie, dieses Mal sogar über 57 Yards zum 28:23.

 

Mit ihrem letzten Angriff kamen die Rebels erneut bis weit in die Hälfte der Baltic Hurricanes. Doch Defensive Back Falk Horn sicherte den Sieg für die Gastgeber als er einen Pass von Darius Outlaw abfing und so sein Team bei nur noch einer Minute Spielzeit wieder in Ballbesitz brachte.

 

Bereits am Sonnabend spielten die beiden nächsten Nachbarn der Kiel Baltic Hurricanes in der GFL Nord. Die Hamburg Blue Devils unterlagen den Düsseldorf Panthern mit 26:63 und bleiben vorerst das Schlusslicht der Liga. Die Lübeck Cougars gewannen ihr erstes GFL-Spiel mit 27:24 gegen die NewYorker Lions aus Braunschweig, die nun am 3. Juni der nächste Gegner der Canes im Holstein-Stadion sind.