Die so genannte Pflicht haben sowohl die Schwaben als auch die Hessen gegen die vermeintlich schwächeren Gegner bislang erfüllt. Jetzt kommt es darauf an, wer am Samstag am besten vorbereitet ist und von Beginn an hoch konzentriert auf dem Rasen steht. „Gegen Mannschaften wie Marburg darf man sich keine Fehler erlauben“ weiß Matthias Mecherlein, Head Coach der Stuttgart Scorpions. „Die bestrafen diese sofort. Nicht umsonst spielen sie seit Jahren immer ganz oben mit.“ Dabei kann er auf den kompletten Kader zurückgreifen. Dass der Angriff um Quarterback Daniel Polk mittlerweile ins Rollen gekommen ist und sich eingespielt hat, haben die letzten Spiele bewiesen. Nach einer kleinen Schwäche am letzten Wochenende wird auch die Verteidigung wieder zeigen müssen, dass sie zu alter Stärke zurückfindet, damit die Vorwärtsbemühungen der Gäste auf ein Minimum eingeschränkt werden. Die zahlreichen Fans auf den Tribünen werden sicherlich ihren Teil dazu beitragen und wie immer bei Heimspielen der Scorpions den zwölften Mann bilden.
Die Gäste aus Hessen hatten auf Grund von Spielabsagen bisher nur drei Spiele in dieser Saison, haben dort aber bewiesen, dass sie auch 2011 wieder zum Favoritenkreis auf den Südmeistertitel zählen werden. Die Mannschaft von Head Coach Joe Roman zeigt einen sehr variablen Angriff aus Lauf- und Passspiel. Besonders gegen das Laufspiel haben die Mercenaries bislang eine sehr gute Verteidigungsleistung gezeigt, so dass es abzuwarten bleibt, wie die Stuttgarter mit ihrem laufbetonten Spiel damit zu Recht kommen.
