Stuttgart Scorpions gewinnen erstes Heimspiel der Saison

28:6 gegen die Wiesbaden Phantoms – so lautet das Ergebnis des ersten Heimspiels der Stuttgart Scorpions in diesem Jahr. Unter dem Strich bleibt positiv festzuhalten, dass der Sieg deutlicher ausfiel als im Hinspiel vor zwei Wochen, doch ebenso muss man anmerken, dass sich die Gastgeber das Leben oftmals noch selbst schwer machten.

Zum einen durch unnötige Strafen – wie zum Beispiel zwei aufeinanderfolgende Personal Fouls für je 15 Yards kurz vor der Halbzeit – und zum anderen durch mangelnde Konzentration, besonders in der Offense. Bezeichnend dafür die Passstatistik von Scorpions-Quarterback Tom Schneider: Nur 7 seiner 18 Versuche auf die Receiver zu passen, waren von Erfolg gekrönt, dies lag jedoch oftmals weniger an ihm, als vielmehr daran, dass seine Mitspieler sicher geglaubte Bälle mehr als nur einmal durch die Finger gleiten ließen. Doch Running Back Pushaun Brown sorgte mit rund 260 erlaufenen Yards dafür, dass dies an diesem Tag nicht weiter ins Gewicht fiel, ein Indiz für die Vielseitigkeit der Scorpions in 2013.

 

Gleich zu Beginn zeigten die Hausherren ihren Gästen aus Hessen, dass sie nicht gewillt waren, sich nochmal so überrollen zu lassen, wie vor zwei Wochen, als die Phantoms rasch mit 21:0 in Führung lagen. So führte der erste Drive bereits zur 7:0 Führung für Stuttgart, Tom Schneider fand Fabian Weigel freistehend in der Endzone, den anschließenden Extra-Punkt verwandelte Sascha Wurster, wie auch alle folgenden. Doch auch die Phantoms waren von Beginn an hellwach, besonders Quarterback Kevin Brüngel und Running Back Thomas Hogue konnten die Stuttgarter Defense ein ums andere Mal auf die Probe stellen, und so verkürzten sie mit ihrem ersten Drive ihrerseits per Field Goal von Peter Müller auf 7:3. Eben jener Brüngel sollte im Folgenden noch eine wichtige Rolle spielen, verletzte er sich später – ohne gegnerische Einwirkung - doch so schwer, dass er für den Rest der Saison ausfallen wird – zwar konnte ihn Frank Grimm im Anschluss würdig vertreten, doch war nicht zu übersehen, dass der Ausfall von Brüngel für die Phantoms mehr war, als sie an diesem Tag bewältigen konnte. An dieser Stelle selbstverständlich die besten Genesungswünsche an Kevin Brüngel.

 

Mit dem Spielstand von 7:3 ging es auch in das zweite Quarter, wo sich beide Teams bis vier Minuten vor der Pause weitgehend neutralisierten. Die nächsten Punkte erzielte dann erneut der Wiesbadener Kicker Peter Müller, durch sein zweites Field Goal des Tages sorgte er für das 6:7 aus Phantoms-Sicht. Nun aber begann die große Stunde des schon erwähnten Pushaun Brown, beim ersten Spielzug nach dem Kickoff der Phantoms trug er den Ball von der Stuttgarter 21 Yard-Linie bis in die Endzone der Gäste, und nachdem diese ihren nächsten Drive per Punt beendet hatten, wiederholte er diese Leistung und rannte der gegnerischen Defense erneut davon, dieses Mal über 53 Yards, so dass die Gastgeber mit einer komfortablen 21:6 Führung in die Kabine gingen.

 

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist dann schnell erzählt – im dritten Quarter mühten sich die Phantoms zwar nach Kräften, doch fanden kein Mittel gegen die Stuttgarter Defense, während die Hausherren nur noch taten was nötig war um die Führung routiniert über die Zeit zu bringen. Im vierten Quarter sorgte erneut Brown per Lauf für den Endstand von 28:6, und spätestens als John W. Pike rund fünf Minuten vor Ende der Partie per Interception für den einzigen Turnover des Tages sorgte, war die Gegenwehr der Hessen gebrochen.