Für ihr erstes von vier aufeinanderfolgenden Rückrunden-Heimspielen hatten sich die Berlin Adler etwas ganz Besonderes ausgedacht: die Southern Country Rock Band „Modern Earl“, die sich zur Zeit auf einer Europa-Tournee befindet, machte im Jahnsportpark Station und gaben eine Stunde vor dem Spiel und in der Halbzeitpause eine ausgiebige Kostprobe ihres Könnens. Es war eine hervorragende Einstimmung auf das Spiel. Wer Modern Earl noch einmal live sehen möchte, kann sie am 16.08. um 19 Uhr auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest erleben.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Der Quarterback der New Yorker Lions Mike Friese (#13) warf einen 50-Yard-Touchdown-Paß auf seinen Receiver mit der #18 und nach weniger als einer Minute stand es 0:7. Die Adler hatten große Schwierigkeiten, in die Partie hineinzukommen. In ihrem ersten Spielzug gelang ihnen kein Touchdown und der Fieldgoalversuch aus 27 Yards von Benny Scharweit (#14) ging links vorbei. Zudem schwächten sie sich durch zahlreiche unnötige Strafen selbst.
Aber die Berliner Defense war hellwach und verhinderte weitere Punkte der Lions. Danach konnte auch die Angriffsformation der Berlin Adler die ersten Punkte auf das Scoreboard bringen: QB Alex Good (#7) lief über 25 Yard zum Touchdown (PAT Scharweit). Damit hieß es zum Ende des ersten Quarters 7:7.
Kevin Kus (#18), dem Berliner Defensive Back, gelang zu Beginn des 2. Quarters eine Interception, welche die Adler aber leider nicht zu Punkten verwerten konnten. Statt dessen gingen die Lions erneut in Führung: einen 1-Yard-Lauf verwandelte Jabari Johnson (#1) zur Braunschweiger 7:14-Führung. Jimmy Lee Malone (#28) gelang es, den Kickoff der Lions bis zu deren 48-Yard-Line zurückzutragen. Am Ende dieses Drives stand ein Fieldgoal, welches Benny Scharweit (#14) aus 31 Yard sicher zum 10:14 verwandelte. Die Gäste wollten vor der Pause noch einmal punkten, aber das verhinderte Sebastian Karl (#11) mit der zweiten Interception des Tages.
Kaum waren die letzten Akkorde der Halftime Show von Modern Earl verklungen, versuchten die Adler zu Beginn des dritten Quarters zu punkten. Und ihr Plan ging auf: mit einem 11-Yard-Lauf von Alex Good gingen die Adler erstmals in dieser Begegnung in Führung: 17:14 hieß es nach dem PAT von Scharweit. Die Angriffsbemühungen der Lions wurden durch eine weitere Interception beendet. Pierre von Rymon-Lipinski (#31) konnte den Paß von Friese abfangen. Aber die Braunschweiger Defense war auf der Hut. Auch ihr glückte kurz vor der eigenen Endzone ihre erste Interception der Partie. Und schon wenige Sekunden später hatten die Lions das Spiel gedreht. Nach einem 65-Yard-Paß stand es 17:21.
Das vierte und letzte Quarter hatte bereits begonnen, als die Adler die Partie abermals drehen konnten. Alex Good lief über 15 Yard zu seinem dritten Touchdown an diesem Tag, und es stand 24:21 (PAT Scharweit). Die Lions leisteten sich einen erneuten Turnover und die darauf folgende Angriffssequenz beendete Jimmy Lee Malone mit einem 8-Yard-Touchdown-Lauf zum 31:21 (PAT Scharweit). Aber Braunschweig gab sich noch nicht geschlagen und kam nach einem 8-Yard-Paß durch Alexander Tounkara (#16) auf 31:28 heran. Mit einem Touchdown-Lauf von der 1-Yard-Linie zum 38:28 stellte Jimmy Lee Malone den verdienten Sieg der Berlin Adler vor 1352 Zuschauern sicher. Die New Yorker Lions, die den Berliner einen großen Kampf geliefert hatten, konnten in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr punkten und müssen geschlagen die Heimreise antreten.
Die Berlin Adler haben momentan drei Punkte Vorsprung auf Platz 3 und damit eine hervorragende Ausgangsposition für die noch ausstehenden schweren Aufgaben im Kampf um die Playoffplätze. Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz 4 ist die Playoff-Teilnahme der Lions in großer Gefahr.
