Der GFL-Spielplan will es in diesem Jahr so, dass die Schwäbisch Hall Unicorns nur zwei Wochen nach dem Hinspiel gegen die Munich Cowboys im Hagenbachstadion am kommenden Samstag bereits das Rückspiel in München zu bestreiten haben. Für die Bayern zweifellos ein Vorteil, denn sie waren am vergangenen Wochenende spielfrei. Sie haben somit zwei volle Wochen Zeit für die ausschließliche Vorbereitung auf ihre Gäste aus Hall.
Die Schützlinge von Halls Headcoach Siegfried Gehrke mussten am vergangenen Samstag hingegen eine anstrengende Reise hinter sich bringen und ein schweres Auswärtsspiel in Kiel bestreiten. Dort mussten sie mit Oliver Radke, Jan Schreiber und Johannes Brenner auf drei Stammspieler verzichten. Hinzu kamen während dem Spiel die Ausfälle von Brandon Stribling und Marc Volz. Trotzdem lieferten sie einen respektablen Auftritt gegen die Startruppe aus dem hohen Norden ab, die eine weitere Leistungssteigerung in dieser noch jungen Saison darstellte.
"Ich bin sehr gespannt, was die Cowboys aus dem Hinspiel über uns gelernt haben", sagt Siegfried Gehrke, der sich am Samstag insbesondere von seinem Angriff mehr Druck als beim knappen 17:14-Heimsieg gegen die Bayern erhofft. "Unsere Defense hat in den letzten beiden Spielen schon gut gearbeitet. Jetzt muss die Offense noch das zeigen, was sie tatsächlich kann, so wie sie es zum Beispiel auch im Hinspiel zumindest im letzten Viertel gezeigt hat."
Gegenüber dem Spiel in Kiel wird dazu auch Johannes Brenner wieder beitragen können, der am letzten Samstag aus beruflichen Gründen fehlte. In der Offense-Line muss Gehrke allerdings einige Umstellungen vornehmen. Guard Marc Volz wird wegen einer Verletzung am Kinn wohl pausieren müssen und Center Gabriel Erler fehlt wegen einer Schulveranstaltung.
"In Kiel haben mit Kai Rabus und Felix Brenner zwei Offense-Spieler in der Defense aushelfen müssen. Sie haben ihre Sache genauso wie die etatmäßigen Backups sehr gut gemacht", sagt Siegfried Gehrke. Trotzdem ist er froh, dass seine Verteidigung am Samstag wieder stärker besetzt sein wird. Zwar muss man weiterhin auf den verletzten Safety Oliver Radke verzichten, mit seinem Positionskollegen Jan Schreiber kann aber wieder gerechnet werden. Auch Cornerback Brandon Stribling, der sich in Kiel eine Knöchelverletzung zuzog, sollte wieder einsatzbereit sein.
Auf ein Problem aus den ersten drei Spielen werden die Unicorns ein besonderes Augenmerk legen müssen: Insgesamt hat man den Gegnern das Angriffsrecht schon siebenmal durch einen verlorenen Ball geschenkt und sich selbst damit der Chance beraubt, Angriffe mit Punkterfolgen abzuschließen. In München soll damit begonnen werden, dieses Handicap zu beseitigen.
Foto: Dieter Hess
