Unicorns empfangen am Samstag die Marburg Mercenaries

Am kommenden Samstag erwarten die Schwäbisch Hall Unicorns um 17:00 Uhr im Haller Hagenbachstadion die Marburg Mercenaries. Der Süd-Vizemeister aus Hessen hat dieses Jahr das klare Ziel, die Unicorns wieder von der Sitze in der GFL-Süd zu verdrängen.

Auch im dritten Heimspiel in Folge präsentieren die Unicorns am Samstag einen hochattraktiven Gegner. Mit den Marburg Mercenaries kommen die amtierenden Südmeister ins Hagenbachstadion, denen man in diesem Jahr gute Chancen für den Einzug in den German Bowl zuschreibt. Vor zwei Wochen haben sie dazu bereits die erste Duftmarke gesetzt: Mit 22:19 besiegten sie in Kiel die Baltic Hurricanes und damit die amtierenden deutschen Vizemeister. 

Grund für die hohen Erwartungen der Mercenaries sind die Verstärkungen, die der Marburger Kader in der Winterpause erfahren hat. Gleich sieben Spieler der Weinheim Longhorns entschlossen sich zum Wechsel nach Marburg. Mit den  Linebackern Daniel McCray und Okan Kilic sowie Runningback Danny Washington sind darunter auch wohl bekannte Namen zu finden, die für hohe Footballqualität stehen. Runningback Sean Cooper, der 2009 das Laufspiel in der GFL dominiert hatte, konnte hingegen nicht gehalten werden. Dafür wurde aber mit Brandon Langston ein Top-Receiver verpflichtet, der bereits bei den Hamburg Blue Devils und zuletzt in Kiel sein Können unter Beweis gestellt hat. Hinzu kommen mit Joe Sturdivant und Deante` Naqua Battle weitere Zugänge aus den USA. 

Auch an der Seitenlinie glänzen die Hessen mit neuen Namen. Der im europäischen Football sehr erfahrene Defense-Spezialist Joe Roman hat in Marburg das Amt des Cheftrainers übernommen und mit Aaron Fiddler auch einen neuen Offense Coordinator an die Lahn geholt. „Ich erwarte, dass sich das bei den Mercenaries auch in einer anderen Spielweise als in den letzten Jahren niederschlagen wird“, sagt Halls Head Coach Siegfried Gehrke dazu.


Gehrke blickt positiv gestimmt auf das süddeutsche Gipfeltreffen am Samstag: „Wir sind gut in die Saison gestartet und haben gezeigt, dass wir auch in diesem Jahr zu den Spitzenteams zählen.“ Aus der knappen Niederlage gegen Berlin hat er Lehren gezogen: „Ein paar mentale Fehler in der Defense, die Berlin zwei Touchdowns erlaubt haben, müssen wir abstellen. Außerdem müssen wir die Chancenverwertung in der Offense noch steigern. Zu oft bringen wir uns noch selbst um den verdienten Lohn unserer Angriffsarbeit.“

 Unpassend ist da, dass die TSGler weiterhin vom Verletzungspech verfolgt werden. Gerade im Angriff plagen die Haller viele Ausfälle, zu denen sich wegen erneuter Knieprobleme vielleicht auch noch Linespieler Felix Broecker gesellen muss. Quarterback Brian Brunner musste gegen Berlin seine Nehmerqualitäten unter Beweis stellen. Die vielen blauen Flecken, die er aus dem Spiel in der letzten Woche mitgenommen hat, sollten bis Samstag aber wieder abgeklungen sein. 

Gegen Marburg darf man endlich mit dem Ersteinsatz von Receiver Dusty Thornhill rechnen, der bislang an einer Oberschenkelzerrung laborierte. Nach einem Spiel Pause wird auch Linebacker Hannes Dierolf wieder mit von der Partie sein.